Pühringer entfacht erneut Diskussion

1. Jänner 2009, 15:32
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Vereinheitlichung von Ärztehonoraren und Leistungen: Grüne verlangen ganzheitliche Lösung - BZÖ fordert erneut Zusammenlegung der Krankversicherungsträger

Linz - Die vom oberösterreichischen Landeshauptmann Josef Pühringer in einem Interview am Donnerstag erhobenen Forderungen im Zusammenhang mit der geplanten Gesundheitsreform hat die Diskussion darüber erneut angefacht. Die Grünen haben in einer Presseaussendung eine ganzheitliche, an den Bedürfnissen der Menschen orientierte Lösung verlangt. Das BZÖ forderte erneut die Zusammenlegung der Krankversicherungsträger.

Vereinheitlichung

Pühringer hatte für eine Vereinheitlichung der Ärztehonorare und Leistungen im Zuge der Gesundheitsreform plädiert. Strikt abgelehnt hat er eine reine Kassen-Entschuldung, bei der die am meisten verschuldeten Kassen am meisten profitieren. Die Gesundheitssprecherin der Grünen in Oberösterreich, die Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz verlangte, es müsse Schluss sein mit dem Hin- und herschieben der heißen Kartoffel und einer kurzsichtigen Symptombekämpfung. Nach einer schnellen Erstentschuldung der Krankenkassen, um steigende Selbstbehalte zu verhindern, müsse raschest die nachhaltige Finanzierung des gesamten Gesundheitswesens gesichert werden. Da dürfe auch die Frage einer Verbreiterung der Beitragsgrundlage kein Tabu-Thema sein. Gleiche qualitätsgesicherte Leistungsangebote und einheitliche Honorare würden auch einheitliche Niederlassungsbedingungen in einem Gesamtvertrag brauchen, damit sowohl für die Ärzte, die Kassen, aber auch die Patienten Sicherheit bestehe.

Für das BZÖ erklärte dessen oberösterreichische Landesobfrau, die Nationalratsabgeordnete Ursula Haubner, mit seinem jüngsten Vorstoß nach Vereinheitlichung der Ärztehonorare und Leistungen im Zuge der Gesundheitsreform sowie, dass es eine Kassen-Entschuldung nicht ohne Gegenleistung geben könne, greife Pühringer eine Forderung ihrer Partei auf. Wenn er diese Forderung umsetzen wolle, habe er das BZÖ jedenfalls als Mitstreiter. "Wir erwarten uns aber, dass er auch unsere Forderung nach Zusammenlegung der Krankenversicherungsträger - eine Kasse pro Bundesland - aufgreift", stellte Haubner fest. (APA)

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