Heimische Versorgung derzeit nicht beeinträchtigt

1. Jänner 2009, 15:21
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Nach Gazprom-Lieferstopp an Ukraine bisher keine Lieferreduktion in Mitteleuropa spürbar - Österreichs Gas-Reserven reichen für drei Monate

Wien - Obwohl der russische Gazprom-Konzern seine Erdgas-Lieferungen an die Ukraine nach eigenen Angaben am Donnerstag früh um 8 Uhr MEZ zur Gänze eingestellt hat, sei die Gasversorgung Österreichs derzeit nicht beeinträchtigt, teilte die OMV am Vormittag mit. Ob der russische Lieferstopp auch eine Lieferreduktion für Mittel- und Westeuropa bringe, sei derzeit noch nicht abzuschätzen. Die vorhandenen Gasreserven in Österreich würden jedoch für drei Monate ausreichen, heißt es.

In Kontakt mit Gazprom

Die Experten der OMV und ihrer Tochter EconGas seien jedenfalls mit Gazprom und den vorgelagerten Netzbetreibern in Kontakt und könnten bei einer möglichen Reduktion der Importmenge sofort Kompensationsmaßnahmen einleiten.

EconGas hat derzeit rund 1,7 Mrd. Kubikmeter Erdgas eingelagert - damit könnte eine mögliche Reduktion der Gaslieferungen für drei Monate ausgeglichen werden. "Unter den derzeit vorhersehbaren Bedingungen" sei damit eine unbeeinträchtigte Belieferung der Kunden in Österreich sichergestellt, heißt es in der Mitteilung. EconGas verfügt über ein maximales Speichervolumen von 2,2 Milliarden Kubikmetern in österreichischen Speichern.

Der österreichische Erdgasverbrauch liegt bei rund 8 Mrd. m3 pro Jahr. Rund 51 Prozent der Erdgasaufbringung Österreichs stammen aus Russland, 31 Prozent aus Norwegen und anderen Staaten, und etwa 18 Prozent stammen aus österreichischer Gasförderung. Die OMV deckt mit ihrer österreichischen Gasförderung von 1,31 Mrd. m3 pro Jahr 16 Prozent des heimischen Erdgasbedarfs ab. (APA)

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