Erstmals setzt Mehrheit der LeserInnen auf Firefox, Safari und Co.

4. Jänner 2009, 12:53
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Internet Explorer unter die 50-Prozent-Marke gefallen - Marktanteil weltweit im Sturzflug: 2008 acht Prozent verloren

Aus einer rein technischen Perspektive war das Jahr 2008 ein durchaus gutes für die Internet-BenutzerInnen: Der Wettstreit der diversen Browser-Hersteller führt nicht nur zu deutlich flotteren Innovationen in Fragen der Unterstützung neuer Webstandards, auch die Performance der diversen Produkte hat - vornehmlich im Javascript-Bereich - starke Sprünge nach vorne gemacht.

Verlierer

Eine Innovationsgeschwindigkeit, die nicht nur viele Gewinner sonder auch einen klaren Verlierer kennt: Den Internet Explorer von Microsoft. Die Marktanteile des einstigen Alleinherrschers im World Wide Web befinden sich momentan in einer rasanten Abwärtsbewegung: So hat der IE im Jahr 2008 weltweit knapp acht Prozent Marktanteil abgeben müssen, ein Verlust der beinahe doppelt so groß ist wie im Jahr davor.

Verluste

Ein Trend, dessen stete Beschleunigung sich auch an den aktuellen Dezember Zahlen von NetApplications ablesen lässt: Weltweit hat der Internet Explorer im Vergleich zum Vormonat nicht weniger als 1,62 Prozentpunkte verloren, aktuell bedeutet dies einen Wert von 68,15 Prozent.

Alternativen

Von diesen Verlusten profitieren praktisch alle anderen Hersteller: Der Firefox liegt nun bei 21,34 Prozent (+0,56), der Safari schiebt sich mit rasch wachsenden Mac-Marktanteilen auf 7,93 Prozentpunkt (+0,8) und Google Chrome überschreitet mit 1,04 Prozent (+0,21) erstmals die Ein-Prozent-Marke. Einzig der Opera stagniert weiterhin bei weltweit 0,71 Prozent.

derStandard.at

Verluste, die auch auf derStandard.at zu einem bemerkenswerten Ereignis führen: Erstmals seit den frühen Netscape-Zeiten benutzt die Mehrzahl der LeserInnen einen anderen Browser als den Internet Explorer. Mit einem aktuellen Wert von 49,65 Prozent (-0,66) fällt die Microsoft-Software im Dezember unter die 50-Prozent-Marke.

Wachstum

Ausnahmsweise kann davon aber nicht der Firefox profitieren, der selbst 0,36 Prozentpunkte abgeben muss und nun bei 37,75 Prozent liegt. Großer Gewinner im Dezember sind hingegen die Webkit-basierten Browser Safari und Google Chrome, die gemeinsam auf 8,95 Prozent (+0,73) kommen. (Anm: Google Chrome wird in unserer Statistik bislang leider nicht gesondert ausgewertet). Auch der Opera legt hier um 0,32 Prozentpunkte zu, und wird nun von 2,77 Prozent der LeserInnen von derStandard.at eingesetzt.

Zahlen

Die konkreten Zahlen sind wie immer mit etwas Vorsicht zu genießen, da sie stark von den jeweils untersuchten Seiten abhängen und auch regional sowie saisonal deutlich variieren. Bewegungen am Browsermarkt lassen sich damit aber trotzdem recht brauchbar abbilden. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 01.01.2009)

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    Aus der Alleinherrschaft des Internet Explorers ist schon längst ein Dreikampf mit Firefox und Safari geworden. Mit Google Chrome betrat 2008 zusätzlich ein neuer Herausforderer die Browser-Bühne.

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