Zia erkennt Niederlage doch an

1. Jänner 2009, 12:56
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Die frühere Regierungschefin hatte das Ergebnis der Parlamentswahl zunächst als "inakzeptabel" zurückgewiesen

Dhaka - Die frühere Regierungschefin von Bangladesch, Khaleda Zia, hat den Sieg ihrer Rivalin Sheikh Hasina Wajed bei der Parlamentswahl nun doch anerkannt. Ein Sprecher von Zias Bangladeschischer Nationalistischer Partei (BNP) sagte am Donnerstag, dass die Awami-Liga von Hasina die Möglichkeit haben solle, das Land zu regieren. "Wir wollen sehen, ob sie ihre Versprechen gegenüber dem Volk halten", sagte der Sprecher.

Die Awami-Liga hatte bei der Parlamentswahl am Montag nach amtlichen Angaben 231 von 299 Mandaten errungen, die BNP kam dagegen nur auf 27 Sitze. Zia hatte das Ergebnis der Parlamentswahl zunächst als "inakzeptabel" zurückgewiesen und den Behörden Wahlbetrug vorgeworfen. Sheikh Hasina appellierte daraufhin an ihre Rivalin, das "Urteil des Volkes" anzunehmen. Internationale Beobachter werteten den Urnengang als glaubwürdig.

Hasina und Zia dominieren die Politik in Bangladesch seit 20 Jahren und standen abwechselnd an der Spitze des 144 Millionen Einwohner zählenden Landes. Beide Politikerinnen verbrachten wegen Korruptionsverdachts mehrere Monate in Haft und wurden erst im Sommer wieder auf freien Fuß gesetzt. (APA/AFP)

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