2008 war das blutigste Jahr für die USA

1. Jänner 2009, 18:15
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151 GIs starben - Neue Kämpfe am Donnerstag

Kabul - Der anhaltende Aufstand in Afghanistan hat 2008 so viel US-Soldaten wie nie zuvor das Leben gekostet. Die US-Streitkräfte zählten 151 Tote in den eigenen Reihen. Sieben Jahre nach dem gewaltsamen Sturz des Taliban-Regimes im Gefolge der Terroranschläge vom 11. September sind 32.000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert. Der künftige US-Präsident Barack Obama will diese Truppenstärke weiter erhöhen.

Bei den britischen Truppen in Afghanistan kamen 2008 insgesamt 50 Soldaten ums Leben, bei den Kanadiern waren es 28. Von den Truppenkontingenten weiterer Staaten verloren 56 Soldaten ihr Leben, unter ihnen auch drei Soldaten der Bundeswehr. Die afghanische Polizei war am häufigsten das Ziel von Angriffen. Dabei wurden 2008 mindestens 850 Polizisten getötet. Insgesamt kamen nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP mindestens 6340 Menschen bei Gewalttaten ums Leben. 2007 waren es mehr als 6500.

Taliban-Kämpfer griffen am Donnerstag in Südafghanistan eine Gruppe afghanischer Polizisten an und töteten mindestens 20 von ihnen. Ein Sprecher des Gouverneurs der Provinz Helmand erklärte am Donnerstag, der Angriff habe sich am Mittwoch im Bezirk Kajaki ereignet. Die Mutter eines Polizisten habe um das Leben ihres Sohnes gefleht und sei ebenfalls umgebracht worden.

Wie der Sprecher mitteilte, hatten sich die Sicherheitskräfte am Vortag im Haus eines der Polizisten im Distrikt Musa Kala zum Mittagessen versammelt, als die Aufständischen angriffen. Den Angaben zufolge gehörten die Polizisten zur Leibwache das Gouverneurs von Musa Kala, der bis Anfang 2008 als Kommandant aufseiten der Taliban gekämpft hatte.
Die Nato meldete unterdessen den Tod von zwei Soldaten am Mittwoch in Südafghanistan. Einer von ihnen stamme aus Großbritannien, zur Nationalität des zweiten wurde nichts bekannt. (AP, dpa/ DER STANDARD Printausgabe, 2.1.2009))

 

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