Was macht junge Politik aus? DER STANDARD erkundigte sich beim Nachwuchs der Parteien
Irini Tzaferis (22), Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien-Landstraße:
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Was können junge Politiker besser als alte? Und fühlen Sie sich politisch ernst genommen?
Junge Menschen können eher die Lebensrealität von Jugendlichen nachempfinden. Dass man eine Sache, egal wie lange man sie macht, lange falsch machen kann, trifft auf alle Politiker zu. Ich fühle ich mich oft nicht ernst genommen - das ärgert mich.
Was ist momentan das wichtigste jugendpolitische Thema?
Man muss das Bildungssystem grundlegend reformieren. Schule sollte ein Lebensraum werden, wo sich junge Menschen ohne Zwang und Leistungsdruck entfalten können. Jugendliche sollten mehr mitbestimmen können, etwa beim Lehrplan.
Was schließen Sie aus den politischen Präferenzen der Jungen bei den letzten Nationalratswahlen?
Es gibt viele soziale Fragen - deren Nichtbeantwortung hat dazu geführt, dass viele junge Menschen rechts gewählt haben. Man muss sich auch intensiv mit dem Thema Integra_tion beschäftigen. Ein eigenes Staatssekretariat hätte dabei sicher geholfen.
Wie kann man Jugendlichen die Partizipation an Politik schmackhaft machen?
Partizipationsmöglichkeiten müssen an die Lebensumstände junger Menschen angepasst werden - und nicht umgekehrt.
Was würden Sie in die Tat umsetzen, wenn Sie einen Tag lang Bundeskanzler wären?
Wenn ich allein etwas verändern könnte, würde ich eine Vermögenssteuer einführen, die gut verdienende Menschen besteuert, und für eine faire Umverteilung sorgen. Außerdem würde ich Schwangerschaftsabbrüche kostenlos und straffrei machen.