Das Miss-Moneypenny-Syndrom

4. März 2003, 23:39
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Das kollektive Mut-Bussi dürfte den Ausschlag gegeben haben ...

Als sich die Salzburgerin Alexandra Wallner aufmachte, um in Wien an der Finalrunde zur Kür der "Sekretärin des Jahres" teilzunehmen, organisierten Kollegen eine Bussi-Kolonne. Ein Kollege, erzählte Wallner Montagabend, stellte sich gleich mehrmals an.

Und auch wenn die von ihren Chefs für die heuer zum dritten Mal verliehene Tippsen-Trophäe nominierten Damen fachlich alle gleich qualifiziert waren, konnten sie im emotionalen Bereich mit der Assistentin der Sochor-Geschäftsführer nicht mithalten.

Dafür, dass hier nebenbei die schönsten Klischees von guten Büro- & Firmengeistern bestätigt wurden, können die Kandidatinnen selbst am wenigsten: Es waren fast ausschließlich Männer, die ihre - insgesamt - über 300 Sekretärinnen (o.k., ein Quotenmann war auch dabei) nominiert hatten. Und zumindest die Chefs der Finalistinnen bestätigten, eine gemeinsame größte Angst zu haben: Die Damen könnten - Gott behüte - irgendwann einmal Kinder kriegen wollen. (rott/DER STANDARD, Printausgabe, 5.3.2003)

  • Die Finalistinnen Romana Matteotti, Andrea Müller und Alexandra Wallner
    foto: standard/rottenberg

    Die Finalistinnen Romana Matteotti, Andrea Müller und Alexandra Wallner

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