"Lange Nacht für den Frieden" am 6.März in Salzburg

5. März 2003, 10:52
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Kriegsgegner erheben in Salzburg erneut ihre Stimme - Künstler aus den USA stehen genauso auf der Bühne wie aus dem Irak

Salzburg - Nach dem Fackelzug gegen den Irak-Krieg am 14. Februar, bei dem rund 3.000 Menschen durch die Innenstadt gezogen sind, erheben die Kriegsgegner in Salzburg am kommenden Donnerstag, 6. März, erneut ihre Stimme: In einer "Langen Nacht für den Frieden" im "republic" treten - jetzt in Salzburg lebende - Künstler aus den USA, dem Irak, aus Russland und Argentinien genauso wie aus vielen Ecken Österreichs auf.

"Die Notwendigkeit, gerade jetzt klar und deutlich gegen Krieg und für den Frieden einzutreten, war in vielen Gesprächen spürbar," schildert der Salzburger Musiker Georg Klebel. "Deshalb war für mich klar, jetzt auch handeln zu müssen." Gemeinsam mit Simone Klebel-Pergmann, Cristina Colombo und Bernhard Jenny wurde die "arge:friedenszeichen" ins Leben gerufen und ein klares Ziel formuliert: "Wir wollen starke Zeichen setzen und möglichst viele dazu ermuntern, deutlich ihre Stimme für den Frieden zu erheben." Als erstes "Friedenszeichen" wurde die "Lange Nacht für den Frieden" organisiert.

"Allein das Bild, dass hier Künstler/innen aus den unterschiedlichsten Bereichen - von Klassik bis Worldmusik, von Modern Dance bis Poesie - gemeinsam auftreten, ist ein Symbol dafür, dass Brücken über Verschiedenheiten der Menschheit unverzichtbar sind. Und das hat offensichtlich viele Künstler überzeugt," so Klebel.

Der Reinerlös des Abends kommt einem Partnerschaftsprojekt mit Kindern in Bosnien-Herzegowina zugute. "Diese Kinder haben oft nur mehr ihre Mutter, weil ihre Väter, Brüder und Onkel im Krieg gefallen sind. Und die Mauern der Schulen, die sie besuchen, sind heute noch von Granat-Einschlägen übersät," begründet die aus Argentinien stammende Cristina Colombo ihr Engagement in Bosnien.

Wichtig ist der "arge:friedenszeichen", dass es auch nach der Veranstaltung am Donnerstag weitergeht: Gemeinsam mit Reinhard Weinmüller und Cornelia Anhaus wird deshalb die Aktion "gesichterfürdenfrieden" ins Leben gerufen: "Anstelle der schon überall üblichen Unterschriftenlisten sammeln wir Gesichter. Das heißt, wir porträtieren alle, die für den Frieden einstehen wollen, und publizieren dann diese Gesichter im Internet und in Printform," berichtet Bernhard Jenny.(APA)

Link

http://unusualworld.com/friedenszeichen

Die "Lange Nacht für den Frieden" beginnt um 20.00 Uhr im "republic", Anton-Neumayr-Platz.

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