Ein Museum für die "argentinische Nachtigall"

6. März 2003, 20:13
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Tango-Legende Carlos Gardel erhält eigenes Museum in Buenos Aires

Buenos Aires - Der berühmte Tangosänger Carlos Gardel (1890-1935) erhält ein eigenes Museum in Buenos Aires. Das Museum wird in dem Wohnhaus untergebracht, das der aus Frankreich stammende Künstler seiner Mutter geschenkt hatte und in das er sich selbst auch immer wieder zurückzog. Die offizielle Eröffnung findet diese Woche im Rahmen des 5.Tangofestivals statt. Für Besucher zugänglich wird das Museum allerdings erst am 24. Juni sein, dem Todestag Gardels, der 1935 im Alter von 45 Jahren bei einem Autounfall in Kolumbien ums Leben kam.

"Das war Buenos Aires einer seiner kulturellen Ikonen schon lange schuldig", kommentierte die Kulturverantwortliche der argentinischen Hauptstadt die Gründung des Museums. Gardel, die "argentinische Nachtigall" wie er noch immer in Argentinien genannt wird. hatte das Haus im Stadtteil Abasto 1926 für seine Mutter gekauft. Nach deren Tod 1942 wurde es zu einem Ballsaal umgebaut. Anhand alter Fotografien wurde das Gebäude nun rekonstruiert.

Ermöglicht wurde dies durch das private Engagements eines Unternehmers, der das vom Verfall bedrohte Haus kaufte und mit einer Spende für die restaurierung der Stadt schenkte. (APA)

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    Carlos Gardel

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    Seit 1997 Carlos Gardel als Statue im Lebanon Park von Mexico City; Zigarette wird bei Bedarf ergänzt

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