"Ich will das populistische Element nicht leugnen"

19. Dezember 2008 11:43
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    Zur Volksabstimmung:"Die FPÖ verwendet solche Fragen um Europa zu vernichten. Die SPÖ will ein Instrument verwenden, um die Bevölkerung hinter der EU stärker zu mobilisieren."

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    "Wenn jemand skeptisch ist und ich sag ihm: 'Du, die EU is so klass', dann ändert das nichts. Wichtig ist es, die Dinge zu sagen, die gut sind aber auch über diejenigen zu sprechen, die schief laufen."

EU-Abgeordneter Swoboda im Interview mit derStandard.at über die "Chimäre" Volksabstimmung, Überzeugungsarbeit im Beisl und Halbwahrheiten der Medien

"Wenn man sieht, wie extrem unbeliebt die EU in Österreich ist, muss eine Partei reagieren", sagt SPÖ-Abgeordneter Hannes Swoboda im Interview mit derStandard.at. Außerdem spricht er darüber, wie er die Österreicher für das Projekt EU begeistern möchte und warum er den Abgang Plassniks als Außenministerin begrüßt hat. Die Fragen stellte Saskia Jungnikl.

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derStandard.at: Als die SPÖ im Juni 2008 beschloss, ihren EU-Kurs mittels Brief an die Kronen Zeitung zu ändern, gab es da Reaktionen anderer EU-Abgeordneter?  

Hannes Swoboda: Die Frage, die mir hauptsächlich gestellt wurde, war: betrifft das auch den Vertrag von Lissabon? Das war nicht der Fall. Das zweite war: Ist daraus generell ein anti-europäischer Kurs abzuleiten? Auch dafür gab es keine Anzeichen. Heute ist das unter den Abgeordneten kein Thema mehr.

derStandard.at: Bei Ihnen waren wir uns nicht sicher, was Ihre Einstellung zu diesem Thema angeht: Sie waren zunächst gegen eine nationale Volksabstimmung, haben dann aber den Weg Alfred Gusenbauers und Werner Faymanns unterstützt und verteidigt.

Swoboda: Erstens stehe ich nationalen Befragungen skeptisch gegenüber, wenn die Menschen nicht gleich von Beginn an in das Verfahren involviert werden. Am Ende eines Prozesses macht das keinen Sinn. Da wird der Gegner des Verfahrens automatisch gewinnen. Zweitens: In Zukunft wird es solche Vertragsänderungen so nicht geben. In Zukunft entscheidet jedes Land für sich, ob es an der nächsten Integrationsstufe teilnehmen will oder nicht. Warum sollen die Iren verhindern, wenn die Österreicher teilnehmen wollen? Aber ich sehe ein, dass bei der Skepsis, die in Österreich gegenüber der EU herrscht, ein Signal nötig war.

derStandard.at: Wenn Sie eh nicht glauben, dass es zu einer Abstimmung kommen wird, war es also rein populistisch?

Swoboda: Ist es populistisch, wenn man sagt: wir wollen mit euch darüber reden? Ich will das populistische Element nicht leugnen, aber es ist zu einfach, es nur als solches abzutun. Wenn man sieht, wie extrem unbeliebt die EU in Österreich ist, muss eine Partei reagieren.

derStandard.at: Aber ist da eine Abstimmung der logische erste Schritt?

Swoboda: Da gebe ich Ihnen recht. Es wäre besser gewesen, vor drei Jahren mit einer ernsthaften Auseinandersetzung der negativen Tendenz gegenzusteuern. Aber vor den Wahlen war es dann eine Notbremse. Es ist ein Signal an die Bevölkerung. Und auf der anderen Seite eine Chimäre. Es wird nach diesem Modell in den kommenden Jahren keine Abstimmung nötig sein.

derStandard.at: Der ehemalige Finanzminister Ferdinand Lacina hat gesagt: "Nationale Volksabstimmungen führen dazu, dass nationale Dinge im Vordergrund stehen". Eine Sache, die sich die SPÖ nun mit der FPÖ teilt?

Swoboda: Die FPÖ verwendet solche Fragen, um Europa zu vernichten. Die SPÖ will ein Instrument verwenden, um die Bevölkerung hinter der EU stärker zu mobilisieren.

derStandard.at: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache will nach dem zweiten Irland-Votum eine Volksabstimmung und nennt das eine "Nagelprobe für die SPÖ".

Swoboda: Am Vertrag von Lissabon wurden keine Änderungen vorgenommmen und deshalb besteht kein Grund für eine Volksabstimmung. Parallel zum Ratifizierungsprozess des bestehenden Vetrages wurden in Richtung Irland Zusicherungen gemacht.

derStandard.at: Sie waren dagegen, dass der Wunsch nach einer Volksabstimmung über künftige EU-Verträge im Koalitionsprogramm mit der ÖVP steht.

Swoboda: Ja, weil dadurch vorgetäuscht wird, dass in den kommenden Jahren etwas abzustimmen wäre. Und das ist nicht der Fall. Daher ist die Frage, was kann man sonst machen, um die Leute zu motivieren.

derStandard.at: Die nun ehemalige Außenministerin Ursula Plassnik ist zurückgetreten, weil sie mit der schwammigen Formulierung, die im Vertrag steht, nicht leben konnte. Verstehen Sie das?

Swoboda: Ja und Nein. Ministerin Plassnik hat Österreich nach außen sicher gut vertreten. Aber sie hat die inneren mit den europäischen Angelegenheiten nicht gut vernetzt. Politik ist immer eine Frage der Kompromisse. Sie hat den Kontakt zu der Bevölkerung verloren. Diese Gefahr besteht aber immer: je weiter und je öfter man weg ist, desto schwieriger ist es, den Kontakt zu halten.

derStandard.at: Was tun Sie dagegen?

Swoboda: Ich halte viele Referate bei einfachen Leuten, ich gehe in Beisl und Lokale. Es ist wie eine Übersetzungsarbeit, die Beamtensprache aus Brüssel aufs Normalverständnis umzulegen. Man erwischt zwar immer nur eine begrenzte Gruppe, aber man wird dazu gezwungen, die Dinge so darzustellen, dass sie für jeden verständlich werden.

derStandard.at: Was sind die häufigsten Fragen, die Menschen an Sie richten?

Swoboda: Das geht von dem möglichen Beitritt der Türkei bis zum "sozialen Europa". Die Erweiterung interessiert am meisten.

derStandard.at: Sie haben den Abgang Plassniks begrüßt, mit der Begründung, nun wäre "statt Jubelbroschüren auch eine kritische Auseinandersetzung mit der EU-Politik" möglich." Ist es nicht gut eine euphorische Ministerin zu haben, die der kritischen Stimmung im Land gegenüber steht?

Swoboda: Nein. Das bringt nichts. Wenn jemand skeptisch ist und ich sag ihm: 'Du, die EU is so klass', dann ändert das nichts. Wichtig ist es, die Dinge zu sagen die gut sind, aber auch über diejenigen zu sprechen, die schief laufen. Ansonsten finde ich die Diskussion Pro oder Contra EU sowieso unproduktiv: Die EU gibt es und selbst wenn wir austreten, würde es sie weiter geben.

derStandard.at: Was wäre also Ihr Plan, um die Österreicher mehr für die EU zu begeistern?

Swoboda: Indem man jedes einzelne Thema, das behandelt wird, immer sowohl national als auch europäisch behandelt. Zum Beispiel: Klimapolitik. Es gibt keinen Kontinent, der so vehement Klimapolitik betreibt, wie der Europäische. Dieses Thema sollte gemeinsam mit dem österreichischen Klimaschutz behandelt werden. Bei uns wird immer alles völlig getrennt gesehen. Was Österreich macht, ist toll und was die EU macht, nicht. Man könnte die Wirtschaftskrise auch dafür nutzen, zu vermitteln, wie sehr die EU da hilft. Nicht, weil es dadurch keine Probleme gibt, aber die Probleme sind geringer.

derStandard.at: Wie schwierig ist es als EU-Abgeordneter für die EU zu kämpfen, wenn mit der "Krone" die größte Tageszeitung des Landes gegen dieses Projekt auftritt?

Swoboda: Extrem schwierig. Es ist aber ja nicht nur in Österreich so: in Großbritannien ist die Mehrzahl der Medien antieuropäisch eingestellt. Das Problem ist, dass viele Menschen von Medien permanent mit Halbwahrheiten gefüttert werden.

derStandard.at: Die SPÖ hat keinen einzigen Minister mit langjähriger EU-Erfahrung. Was sagt das über die österreichische Europa-Politik aus?

Swoboda: Vorher gab es mit Maria Berger auch nur eine, die langjährige EU-Erfahrung hatte. Aber ich finde, dass der Wechsel der Politiker zwischen europäischer und nationaler Ebene zu schwach ausgeprägt ist. In Ländern wie Spanien oder Italien ist das viel stärker. Man sollte sich explizit bemühen, diesen Wechsel viel öfter zu machen, um den europäischen Gedanken vermehrt nach Österreich zu holen. Da wäre einiges an Transparenz und Offenheit zu lernen.

derStandard.at: Gehen Sie davon aus, dass Sie der SPÖ-Spitzenkandidat bei den kommenden EU-Wahlen seien werden?

Swoboda: Nein. Ich weiß nicht einmal ob ich kandidieren werde. Ich würde gerne, aber das muss die Partei entscheiden.

derStandard.at: Sehen Sie einen Unterschied zwischen der Regierung Gusenbauers und der Faymanns in Bezug auf die Handhabung der EU?

Swoboda: Jede Regierung muss Europa zur Kenntnis nehmen, sonst scheitert sie. Ich gehe davon aus, dass durch die aktuelle Regierung Faymanns Europa nicht vernachlässigt wird. Wie viel man daraus macht, weiß ich nicht. Aber ein stärkerer Austausch zwischen den EU-Abgeordneten und denen im österreichischen Parlament wäre in jedem Fall wünschenswert.

derStandard.at: Wird Alfred Gusenbauer EU-Kommissar?

Swoboda: Er hätte das Zeug dazu. Aber realistisch gesehen ist das eine Position, die in einem Paket ausgehandelt wird. Und ob das der SPÖ zufällt oder nicht ist fraglich. (saju, derStandard.at, 19.12.2008)

Kommentar posten
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-Nathan-
 
22.01.2009 10:52
rotes Populistenpack !

verkauft die poroletarischen Mitbürger für bes. dumm...ob das gutgeht ?!

MyFavoriteThings
23.12.2008 03:44
Hoffe sehr

dass uns Swoboda erhalten bleibt. Einer der wenigen vernünfigen und unabhängigen, die Östereich und zugleich Europa braucht. Bei solchen Leuten macht die Stärkung der Europäischen Parlaments Sinn, die durch den Vertrag von Lissabon bewirkt wird.
Wie steht er zur Frage der europäischen Volksabstimmung bei wesentliche Vertragsänderungen? Gibt es ein europäische Volk? Das wurde er leider nicht gefragt.

johnny3031
23.12.2008 15:39
Europäische Volksabstimmung?

Die EU-Volksabstimmung hieße, die US-Amerikaner zu überholen, deren Staat seit über 200 Jahren besteht. Denn nicht einmal dort gibt es sie: Bekanntlich zählt bei US-Präsidentenwahlen nicht die Mehrheit der ingesamt abgegebenen Stimmen, sondern die Mehrheit der Bundesstaaten, in denen ein Kandidat siegreich war. Dadurch haben kleinere Bundesstaaten tendenziell mehr Gewicht.
In einer EU-weiten Volksabstimmung könnten wir die Stimmen der 5 bis 6 Millionen Österreicher/innen einfach vergessen, sie gehen unter gegenüber den Stimmen aus D, F, GB, I, E oder PL.
Für EU-Abstimmungen brauchen wir daher ein System nicht unähnlich dem der USA.

Hakerl
23.12.2008 08:33
Das alles war er,

jetzt kriecht er dem Faymann hinten rein, vollkommen unverständlich...

maj jong
21.12.2008 12:51
Wünsche an das Christkind......


an eine Eu, in der das Geld der Arbeitnehmer nicht in dunklen Kanälen versickert,

in der nicht die Lobbisten sondern die Volksvertreter aber nicht die Populisten das sagen haben,

in der auch die Reichen ihr Vermögen und deren Herkunft offenlegen müssen,

wo Billigprodukte aus Kinderhand und Sklavenarbeit verboten oder zumindest so besteuert werden, dass unsere Arbeit gleich wert ist,

wo wirklich die Versprechen vor unserem EU- Beitritt gelten,

wo der Mensch ge - und beachtet wird und nicht nur das Kapital angebetet wird,

unsere sozialen Standards und Pensionen halten,

in der die Umwelt und die Zukunft unserer Kinder einen Stellenwert hat

und nicht,

die Phrasen von Schüssel, Plassnik, Ederer, Ferrero und Co!

eu-phorix
21.12.2008 04:46
ein paar ex-ö-minister haben es ja schon in die eu geschafft

ferrero-waldner, ettl, fischler.
aber es war wieder einmal eine frau als erste: berger, die den zweifellos großen spagat: nämlich von dort nach ö, auch geschafft hat und auch hier eine sehr gute arbeit geleistet hat.
die eu und ihre politische arbeit ist nämlich nicht so weit weg, sie ist nur jahre voran und viele viele diskussionen passieren erst bei der umsetzung in nationales recht, dann ist's zu spät. oder sie passieren weit vorher (ratsbeschlüsse) - dann aber meist ausschließlich unter gruppen interessierter und nicht allgemein verbindlich. m.e. müssten die nationalen parlamente verbindlich von ratsvorhaben informiert werden und eine klare standpunktabstimmung passieren. minister sind nämlich keine gewählten vertreter des volkes.

Sanzo
20.12.2008 17:02
man kann zu dem allem ja stehen wie es einen freud

aber ich hab wenige interviews gelesen in denen so ausführlich die schwierigsten fragen der politischen Gegenwart behandelt wurden. alleine dafür gibts schon mal respekt.

es bleibt einem als leser ja gar nichts anderes über das zu schreiben wenn 50 wortmeldungen vorher nur beleidungen aus bodennahen schubladen kommen und keine inhaltliche auseinandersetzung mit den doch längeren ausführungen.

asinus
20.12.2008 16:11

Wir nehmen Europa gern zur Kenntnis, aber nicht diese EU, in der ein unglaubliches Demokratiedefizit herrscht; das können Sie sich hinter die Ohren schreiben, Hr. Svoboda.

johnny3031
23.12.2008 15:41
Hinter die Ohren schreiben?

Warum sollte sich Swoboda das hinter die Ohren schreiben. Der weiß es doch besser als Sie, drum tritt er ja für den Vertrag von Lissabon ein: weil darin das EU-Parlament deutlich mehr Rechte erhält als es jetzt hat.

asinus
23.12.2008 22:40

Warum soll er es besser wissen als andere? Er will halt...und die Rechte des Parlaments sind immer noch nicht auf der Höhe der nationalen Parlamente. Und sie können jederzeit durch Zusatzprotokolle, Verordnungen usw. ausgehebelt werden.

ibins da heini
24.12.2008 06:02

jaja, was der nachbar, der böse, alles könnte.

maj jong
20.12.2008 13:50
Er hat recht, aber.....


um bei den nächsten EU- Wahlen SPÖ, ÖVP oder die Grünen zu wählen sind wohl seine Argument zu mickrig!

ciao4zampe
 
20.12.2008 17:58
_hat__er_?? tja seit immerhin dem 11.11.96 q.e.d. ist hr swoboda eingebunden ins eu-parlament und welch markantes datum... ;-p

(evtl sogar um 11:11h? *g*)
- und sohin 1a nach eu-eintritt österreichs.
zum populismus möge er sich gern in zurückhaltung/stillschweigen üben weil seine mitstreiterin fr ederer ist vielen noch im gedächtnis mit sagenhaftem ats1000er...

12a danach klagt er weinerlichst über latente eu-müdigkeit österreichs(8.absatz artikel/ach: diskutieren will er. doch abstimmung scheut er wie der teufel das weihwasser? nachtigall -)wobei der nicht-abgehobene alltagsmensch sehr wohl die diskrepanz bemerkt in a) des elfenbeinturmes [hochgagenbeziehender] brüssler polit-spitzen b) einer nicht unerheblichen geldvernichtungsmaschinerie&korruption innerhalb der eu.

steuerzahlende bürger erwarten sich mehr als absonderliche glühlampenverordnungen!

gruss c4z

johnny3031
23.12.2008 15:46
Glühlampen?

Was die betrifft, fällt auf: Kein österr. Medium hielt es für recherchierenswert, welches EU-Organ das Glühlampenverbot beschlossen hat. Ich tippe auf einen Rat der Energieminister, Wirtschaftsminister oder Umweltminister. Hat da Faymann, Bartenstein oder Pröll mitgestimmt? Wenn Ö dagegengestimmt hätte, hätte sich der betreffende Vertreter unseres Landes längst damit wichtig gemacht.

johnny3031
23.12.2008 15:44
Korruption

Also Geldvernichtung, bei diesem Stichwort fallen mir Italien, Bulgarien und ein paar andere EU-Mitglieder ein. Verglichen damit ist Brüssel ein Lercherl. Wie Geldvernichtung in Ö aussieht, zeigt uns ja gerade der Rechnungshof sehr schön auf.

Lucas Gasser
20.12.2008 17:44

dann bleiben sie aber bei den nächsten wahlen am besten zu hause.

Walter Bimini
20.12.2008 20:44
das hätten die eu fans wohl gerne, daß alle anderen zu hause bleiben

aber das wird es "leider" nicht spielen. die eu wahl wird ein desaster für rot, schwarz und grün.

maj jong
20.12.2008 19:29
Wohl alle gemeint,


die nicht ÖVP wählen?

Wobei ich aus seinem Artikel keine Argumente für die EU gefunden habe sondern maximal die Erklärung warum die Stimmung derzeit so ist.

Die Meinung der Österreicher ist wohl eine Andere und Populisten werden hier sicher noch ein Schäuferl nachlegen, für knackige Argumente.

Und jene die diese - knackigen - Argumente "verstehen" bleiben sicher nicht zu Hause!!!!!

Also dann...
lassen wir Schüssel und Plasnik argumentieren....

pudelweiss
20.12.2008 12:54
Aber aber .. was heißt "populistisches Element" ?

Die SPÖ ist doch eine demokratische Bewegung, daher muß sie die Frage der Mitbestimmung der Bürger ernst(er) nehmen und daher ist die ZUSAGE künftig Volksabstimmungen für weitreichende Änderungen eine "PRINZIPielle" und keine "populistische" !
Wer den Bürgern die EU "erklären" will, muß für einfache u. klare Strukturen der Entscheidungsfindung sein!

Eigentlich ist die EU ein Verein "souveräner Staaten"
und bisher zumindest kein Oberstaat
Daher sollten alle EU-Vereinbarungen, immer in den nationalen Parlamenten behandelt und abgestimmt werden!
Ein EU-Parlament ist entbehrlich, weil die EU kein Staat ist!
Der "Rat" soll entscheiden mit Vollmacht der nationalen Parlamente.

So verstünden alle Bürger die EU auch besser!

Karl Buschina
20.12.2008 11:59
Was ist die EU.,.

Die EU ist nur ein Glied in einer straffen Befehlskette von

Hochfinanz
|
FED
|
WTO/WHO, Weltbank, IWF
|
EU
|
Regierungen der Mitgliedstaaten
|
Völker der Mitgliedstaaten

Die Rangordnung der Befehle/Gesetzgebung geht dabei, entgegen dem demokratischen Prinzip, nicht von unten nach oben sondern von oben nach unten.
Man erkennt diese Rangordnung z.B. an der der EU aufgezwungenen Zulassung gen-modifizierter Lebensmittel (gegen den Willen der EU-Völker).

In diesem System ist eine Volksbefragung mit unerwünschtem Ausgang so etwas wie eine Meuterei der einfachen Soldaten und unsere Volksvertreter sind nur gehorsame, austauschbare Offiziere. Auch Bush und Obama sind nur austauschbare Marionetten.

http://www.ipa.at/neues/wel... betrug.pdf

johnny3031
23.12.2008 15:50
"Give & take"

Der EU kann man von außen gar nichts aufzwingen. Der politische Handel geht aber nach dem "Geben & nehmen"-Prinzip. Wenn die EU von den USA etwas will, muss sie den USA dafür auch entgegenkommen. Bleibt die Frage offen, was die EU gegen die Erlaubnis, genmanipulierte Lebensmittel in die EU einzuführen, eingetauscht hat. Ein Geschenk an die USA war das sicher nicht.

also dann ...
21.12.2008 12:25
ja - so ... ist es ! eine ergänzung : als holding fungieren die "bilderberger"...

damit ja nichts "fehlgeleitet" wird.
und als "handlanger" werden dann ein paar nahmhafte "manager" eingeladen...

lets play WALLSTREET BAULOUT GAME ...
treffender gehts nicht !!!
http://de.youtube.com/watch?v=S27yitK32ds

schotte
20.12.2008 16:48

wenn wir endlich den Wettbewerb stoppen und diesen schrecklichen freien Markt wird der Honig durch das Auenland fließen alle haben sich lieb und allen geht es gut!!!
liebe alterna(t)ive Träumereien!

asinus
20.12.2008 15:37

Bei Meuterei gab es früher die Todesstrafe. Angeblich soll auch in der EU künftig die Möglichkeit bestehen, in gewissen Fällen die Todesstrafe anzuwenden. Weiß jemand Näheres daürber?

Franz Reisl
20.12.2008 20:46
Es ist ein allgemein üblicher Trick in Vertragswerken.,.

die unverfänglichen Texte im Hauptteil zu placieren und die problematischen im Kleindruck bzw. in den Anhängen zu verstecken.

EU-Reformvertrag Artikel II-62: “Recht auf Leben”
(2) Niemand darf zur Todesstrafe verurteilt oder hingerichtet werden.
Klingt doch sooo schön - aber dann:
Artikel 2 Absatz 2 EMRK:
“Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie...unbedingt erforderlich ist, um
b) jemanden...festzunehmen oder...an der Flucht zu hindern
c) einen Aufruhr oder Aufstand...niederzuschlagen.”

Art.2 Prot. 6 EMRK:
Ein Staat KANN...DIE TODESSTRAFE für Taten VORSEHEN, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden.

Heißt soviel wie "jederzeit bei Bedarf".

http://tinyurl.com/89qxky

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