Hohe Management-Gehälter in der Krise

15. Dezember 2008, 19:42
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    foto: privat

    Matthias Kopetzky ist Experte für Aufdeckung und Prävention wirtschaftlicher Kriminalität.

Elitemanager mit ihren Topgehältern müssen derzeit als mediale Prügelknaben herhalten. Es ist aber legitim zu fragen, ob die kurzfristig orientierten Bezahlungssysteme die derzeitige Krise mitbewirkt haben - Kommentar der anderen von Matthias Kopetzky

Sieht man sich die Gehaltsentwicklung vor allem in der nun die Krise auslösenden Finanzindustrie an, so könnte man sie auch als mittelbare Ursache der Krise interpretieren. Wer seine Boni in Quartalen, Bilanzjahren und diversen Einmaleffekten bemisst, wird nur Produkte entwickeln, die sich an dieser Kurzfristigkeit orientieren. Langfristdenken und Nachhaltigkeit sind solchen Systemen fremd. Extrem formuliert wurde kurzfristigem Quartalerfolgsdenken z. B. in der US-Autoindustrie möglicherweise das langfristige Überleben des Industriezweigs geopfert. Die meisten Boni sind schon ausgezahlt.

Es stellen sich zwei Fragen: Erstens: Stimmt die Gehaltshöhe?

Wenn man mit den "betroffenen" Spitzenmanagern über Managergehälter diskutiert, so dauert es nur Sekunden, bis das entscheidende Argument auf dem Tisch liegt: die Verantwortung. Spitzenmanager entscheiden täglich über das wirtschaftliche Schicksal vieler Menschen. Agieren sie "gut", dann werden Jobs geschaffen, gesichert, und die Wirtschaft entwickelt sich. Der Spitzenmanager ist auch - neben drohendem Jobverlust - einer Reihe von Gefahren ausgesetzt. Er ist von Haftungen und sonstigen gesetzlichen "Bedrohungen" förmlich eingekreist.

Klima des Nichtwissenwollens

Wenn man sich das Gros der Wirtschaftsstrafprozesse in Österreich ansieht, dann ist dieses Risiko für Manager von Klein- und Mittelbetrieben auch sehr real. Nur verdienen die keine Millionen. Die oberste Management-Elite wird ganz selten zur ultimativen, nämlich strafrechtlichen, Verantwortung gezogen. Und wenn doch einmal (Bawag), dann bekommt die gehaltsdefinierende Verantwortung ein ganz anderes Gesicht. In einem Klima des Nichtwissens, Nichtwissenwollens und scheinbaren Wegschauens hat sich die Verantwortung, welche einmal das eigene Spitzengehalt begründete, faktisch völlig in Luft aufgelöst.

Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch an die von jeglicher Verantwortung freigesprochenen Co-Vorstände einer burgenländischen Bank, was strafrechtlich ganz sicher seine Richtigkeit gehabt hat. Bleibt nur die Frage, ob die dort über Jahre bezahlten Vorstandsgehälter verantwortungsadäquat gewesen sind oder nicht.

Wenn man also davon ausgeht, dass sich die Verantwortung eines Managers in den 50er-, 60er- oder 70er-Jahren nicht so dramatisch anders dargestellt hat als heute, so stimmt die Gleichung "Verantwortung = Gehalt" also nicht mehr.

Inflation der Topgehälter

Topgehälter entstehen in einem Meinungsbildungsprozess innerhalb der Managementelite. Was ein angemessenes Topgehalt ist, bestimmt der Aufsichtsrat, welcher selbst Vorstand in einer anderen AG ist oder war. Die Gehaltshöhe orientiert sich an der kurzfristigen Performance des Bilanzjahres und der Größe des Unternehmens. Die Höhe des Verdienstes sagt auch etwas über die Stellung in der Hierarchie aus. Das führte zu einer Inflation der Topgehälter und zu deren Abkoppelung von der allgemeinen Gehaltsentwicklung.

Zweitens: Stimmt der Auszahlungsmodus? Selbst wenn wir die Höhe der Topgehälter einmal außer Streit stellen, so bleibt der Modus als ein weiterer, indirekter Krisenauslöser. So wie sich die Situation in vielen Unternehmen, vor allem Banken, darstellt, war das letzte Jahr und eigentlich auch das laufende bis vor kurzem gar nicht schlecht. Erfolgsorientierte Bonifikationen wurden also verdient. Und sie harren der Auszahlung - am besten gleich mit den staatlichen Stützungen.

Bei Geschäftsführern von Klein- und Mittelbetrieben wird in der Krise laut OGH (vgl 14Os158/03; 12Os53/06w) gefordert, nur das dem Unternehmen als Gehalt zu entnehmen, was zur "allerbescheidensten Lebensführung" notwendig ist. Wenn ein auch nur annähernd ähnliches Maß für die Gehälter von Vorständen und Geschäftsführern in krisenhaften Großunternehmen (staatliche Stützungen) gilt, wird ein Blick in die Jahresabschlüsse dieses Bilanzjahres spannend werden.

Die kurzfristigst orientierten Erfolgsbeteiligungen führen zum Effekt "Take the money and run". Wenn die zahlungsauslösenden Bilanzzahlen erreicht sind, ist die Sache gelaufen. Dazu passen die häufig nur mehr kurzen Jobverweildauern, die nur ja keinen Konjunkturzyklus lang andauern dürfen, sonst könnte man als Topmanager ja noch von den eigenen Produkten (Problemen) eingeholt werden. Häufiger Wechsel ist also geradezu notwendig, um eine Messung der Nachhaltigkeit gar nicht erst möglich zu machen.

Es genügt demnach, ein Produkt - sagen wir Zertifikate auf Zertifikate auf US-Hypothekarkredite - erfolgreich zu "launchen", und schon sind Prämien und der Unternehmenserfolg ausgemacht. Die Forderung nach einer Rückführung aller aus diesen Trash-Produkten abgeleiteten Provisionen und Boni ist noch nicht aufgetaucht. Die Auszahlungen erfolgen prompt, die Probleme zahlen andere, z. B. die Steuerzahler.

Ansätze einer Lösung

Jede Krise birgt auch Chancen. Wenn man davon ausgeht, dass sich ein wesentlicher Teil der Managementelite aus der Nachhaltigkeit verabschiedet hat, weil auch die Gehaltssysteme dazu verleiten, dann sollten ordnungspolitische Eingriffe des Staates in diesen Bereich erfolgen. Nicht nur der Einsatz von Steuergeldern gibt der Politik dieses Recht, es ist in Anbetracht der gravierenden Fehlentwicklung eigentlich ein Auftrag.

Managementgehälter müssen an Kontinuität und stetige Unternehmensentwicklung gebunden werden. Es würde vermutlich genügen, nur die Auszahlungsmodi in Richtung Langfristigkeit zu regeln. Der Erfolg des Jahres 2007 ist nur dann ein Erfolg, wenn er nicht auf Kosten der Jahre 2008 bis 2015 erreicht wird. Wenn schon im Jahr 2007 ein Gehalt von fünf Millionen Euro verdient werden muss, dann sollte zumindest die Auszahlung gestaffelt und an den Erfolg der folgenden Perioden gebunden sein. Jährlich wird ab 2008 je eine Million von den fünf ausbezahlt, wenn es das jeweilige Jahr hergibt. Wenn nicht, ist die jeweilige Million verloren.

Zu erwarten ist, dass im Topmanagement damit das Interesse an der langfristigen Entwicklung zunimmt - sogar über das eigene Mandat hinaus. Je kontinuierlicher die Unternehmensentwicklung ist, desto sicherer ist auch die Auszahlung der Gehälter. Ziel des Gesetzgebers muss es sein, die Auszahlung dieser Gehälter über möglichst lange Zeiträume zu strecken, um damit das Interesse an einer langfristig gesunden Entwicklung des eigenen Unternehmens beim Management zu fördern.

Kurzfristig orientierte Zielsysteme verstärken zyklische Entwicklungen und benachteiligen Topmanager mit Interesse an Nachhaltigkeit. Statt in die Zukunft in Zertifikate zu investieren führt zu Krisen wie der gegenwärtigen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16.12.2008)

Zur Person

Dr. Matthias Kopetzky wirkt als Sachverständiger in Wirtschaftsstrafverfahren. Er ist Autor des "Handbuchs Wirtschaftskriminalität in Unternehmen" (Orac).

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Buzz Lightyear
00
Guter Artikel!

Was aber nicht herauskommt, ist der Zusammenhang mit den Aktionären. Familienbetriebe haben ein solches Problem ja gar nicht, die Managergehälter dort sind in der Regel wesentlich niedriger.

Aktionäre bestellen den Aufsichtsrat, und der bestellt den Vorstand. Die Vorstandsverträge sind mehr oder weniger frei gestalt, da gesetzlich einzugreifen ist problematisch. Letztlich haben ja auch die Aktionäre den Preis für ihre Lohnpolitik bezahlt. Ihre Papiere sind teils nichts mehr wert.

Ich denke, man sollte daher vielmehr über den Aktienmarkt selbst eingreifen. Eine Tobinsteuer würde wesentlich effektiver die langfristige Denkweise im Wirtschaftsleben forcieren.

woody999
04
16.12.2008, 23:01
ich finde den artikel sehr gut

herr koptezky beschreibt die lage schon sehr gut.
verantwortung haben, ohne konsequenzen tragen zu müssen, ist nur eine halbe sache.

hoffentlich sehen wir noch einige anklagen, um auch die juristische seite dieses managerverhaltens bewertet zu sehen.

locken
00
16.12.2008, 16:54
Manager

Jetzt sind alle Schuld nur nicht die unfähigen Manager,diese zocken weiter !!

hanslblasta
00
nein, unfähig waren die Manager nicht

ganz im Gegenteil, die Herrschaften waren in der wirtschaftlichen Logik sogar sehr erfolgreich;

und wie im Artikel beschrieben: die Sache unterliegt der Logik des kurzfristigen Erfolges - den wiederum ALLE am Wirtschaftssystem Beteiligten wollten - oder was glauben Sie, wie eine Pressekonferenz einer Aktiengesellschaft aussieht, bei der eine verhaltene Performance in der Bilanz mit erhofften langfristigen Entwicklungen begründet wird? (ich weiß, diverse Anlageformen werden genau mit solchen Hoffnungen verkauft);

noch schlimmer: keine Firma kann sich dieser weltweiten Logik entziehen, weil es immer Firmen gibt, die einen scharfen Gewinnkurs vorgeben - der von Anlegern eben honoriert wird;

Cintra
01
Die Manager waren nicht nur unfähig.


Sie waren auch uenhrlich!

Jedem Manager auf diesem Niveau ist bewußt, dass er Vorteile der Gegenwart möglichen künftigen Nachteilen und Bedrohungen gegenüberstellen muß. Das Problem war, dass diese - ich sage unherlichen - Manager ganz kühn damit kalkuliert haben, entweder schon wo anders zu sein (Claudia Schmid?), wenn der Skandal eintritt, oder ohnedies großzügig abgefunden zu werden, und in einer neuen Inkarnation in einem anderen Unternehmen neu durchstarten zu können (ÖBB-Huber?).

Warren Buffett hat durch seine Beteiligungen an meistens "stinkfaden", aber verantwortungsvoll und weitsichtig geführten, Unternehmen gezeigt, was der nachhaltige Erfolg für die Aktionäre tun kann!

hanslblasta
00
einerseits bin ich ganz bei Ihnen

anderseits meine ich, dass diese "wirtschaftliche Logik" eben zu solchem Verhalten und zu solchen Ergebnissen verführt;
wie in einer Kolummne des "Standard" schon gezeigt: wenn der vom Vorstand, von den Aktionären erwartete kurzfristige Quartalsgewinn Vorrang vor langfristigen Entwicklungen hat, werden die befaßten Manager alle Künste aufbieten, um die verlangten kurzfristigen Zahlen zu erreichen;
so meine ich das, wie gesagt, grundsätzlich bin ich sehr bei Ihnen;
von diesem kurzfristigen Denken wird sich aber nur ein Betrieb verabschieden, der sich das leisten kann - oder leisten muß;

der Leidensdruck ist immer DIE Motivation für Veränderungen;

DITC101
00
16.12.2008, 14:17

natürlich müssen sie als prügelknaben herhalten. nehmen wir zb die bayern lb und andere landesbanken. da haben wohl die chefs die marschrichtung ausgegeben und die hieß: rein in den abs/mbs markt. nur zurückgetreten ist noch keiner freiwillig.

natoll
00
16.12.2008, 14:32

tja, das haben "die" aber auch nur gemacht weil es von den eigentümern (=aktionäre) gefordert wurde.

so einfach ist das im leben nicht mit der suche nach "schuldigen".

Ausgeflippter Lodenfreak
00
16.12.2008, 18:56

Dass die Aktionäre irgendetwas gefordert hätten, ist nur eine beliebte Ausrede. Das gilt höchstens für Großaktionäre. Kleinere Aktienbesitzer können gar nichts fordern, genauso wie sie keinen Einfluss auf die Gehälter haben, denn sonst würden die absurden Gagen sicher nicht bezahlt.

hanslblasta
00
fordern können Sie vielleicht nix, die kleinen Aktionäre

aber angelegt haben sie wegen der erhofften schnellen hohen Gewinne -

und eine gewisse Menge kleiner Aktionäre hat große Vorteile - je nachdem eine gewisse Geldmenge ohne - wie Sie schreiben - tatsächlich aktiver Mitbestimmung

Cintra
00

Unerwartete, schwer erklärbare Gewinnsteigerungen jagen aber auch vielen, nicht nur kleineren, Aktionären Angst ein und veranlassen Sie prompt zum Ausstieg. Natürlich gibt es dann auch andere, die sich von dem "Gewinnsprung" verführen lassen.

Ich glaube wirklich, dass die wenigsten Aktionäre gute Kenntnis davon haben, wie die Gewinne, und insbesondere die Gewinnsprünge, zustandekommen. Es ist immer interessant, nach solchen Skandalen die paar jüngsten davorliegenden Jahresberichte zu studieren. Allzu oft fehlt es an jeglicher Vorwarnung bzw. Hinweis auf die fatalen Aktivitäten.

Therimon
01
16.12.2008, 15:25
gefordert wurde..?

Naja, man hätt aber - mit fachlicher Begründung und Vereis auf's Risiko - "Nein" sagen können. Wäre die "Forderung" aufrecht geblieben hätte man - als "verantwortungsbewusster Geschäftsmann" sagen müssen, dass das Risiko net tragbar sei und man diese Verantwortung demzufolge net übernehmen könne. Aber, offenbar: die Gier is' a Hund. Und jetzt? Verantwortung gegenüber der Entscheidung? Null. Eben.

natoll
11
16.12.2008, 16:15

was du da von dir gibst ist völlig realitätsfremd.

wenn ein eigentümer sagt: mach das und man ihnen vorbetet es sei unsinn und sie es trotzdem so haben wollen, macht man es eben. SO schaut die realität aus und nicht anders.

dieses "selbstbewusstsein" das manche immer von anderen fordern würd ich bei stinknormalen angestellten manchmal gern erleben. es existiert nicht.

aus der 2.ten reihe ist leicht motzen. damit verteidige ich nicht absurde millionengagen sondern kritisiere dümmliche schuldzuweisungen.


Therimon
01
17.12.2008, 12:33
Seh'n Sie ...

... DIESE Grundhaltung bringt uns genau dahin, wo "die Wirtschaft" eben steht: keine Verantwortung für nix und alle Vorteile für mich! Geiz is geil & so.

Und P.S.: nein, ich steh net in der 2. Reihe. Bin seit mehr als zehn Jahren selbständig (mal allein, mal mit 1-2 Angestellten) -- und könnte viiiel mehr verdienen, wenn ich bloß ein wenig rücksichtsloser wär ...

Plumps!
03
16.12.2008, 18:10
Wenn der Eigentümer fordert...

...ein Medikament auf den Markt zu bringen, und die Manager setzen das um, obwohl sie wissen, dass es hochgiftig ist, ist das
a.) verbrecherisch,
b.) endet vor dem Richter, und
c.) kommt niemand auf die Idee zu erklären, das wäre nunmal notwendig, weil der Marktdruck so hoch ist.

Und wo genau ist der Unterschied zu diversen Zertifikaten?

farbrauschen
00
16.12.2008, 13:34



sehr gut.
trifft.

schmu schubiak
01
16.12.2008, 12:10
falsch.

die qualität derjenigen, die nicht qualifizierten managern derartige verträge erlauben, gehören hinterfragt. welcher normalsterbliche verzichtet denn aus humanitären gründen auf ein paar zugesicherte gelder? alles lüge.
und : was interessiert uns das, wenn es in der privatwirtschaft passiert?

robert rittersmann
00
16.12.2008, 13:55

weil Probleme in der Privatwirtschaft rasch zu Problemen führen können, um die der Staat sich kümmern muss. Siehe US Autobauer.

schmu schubiak
00
16.12.2008, 14:27
der staat muss sich nicht kümmern

sondern sollte sich heraushalten.

Lulatsch
012
16.12.2008, 11:53
Die Realität ist noch viel krasser.

- Das persönliche Risiko fehlt für Spitzenmanager komplett. Selbst bei Kündigung (das Risiko eines normalsterblichen Angestellten ist höher) fließen Golden Handshakes, die überm Lebenseinkommen eines Angestellten liegen. (SO hätte ich auch kein Problem mit einer Kündigung!)

- Entscheidungen werden in Wahrheit auf unteren Ebenen getroffen, wo die Inhalte für den Vorstand aufbereitet werden. (vgl. den Ausdruck KLV-Papiere; KLV = Kinder - Landwirte - Vorstände; aber pssst!)

- Sollte tatsächlich eine strategische Entscheidung anstehen, vergibt man einen Auftrag an McKinsey o.A. und externalisiert damit jedes Risiko. (Wenns in die Hosen geht, ist jemand anderer Schuld.)

Diese Gagen sind jedenfalls nicht zu rechtfertigen.

der bobo aus dem 7.
00
sie treffen den nagel auf den kopf...

...warum die luschen jetzt so mimosenhaft über ihre befindlichkeiten jammern, is jämmerlich. wenn alles gut läuft, reißen sie ja immer gern die klappe auf und das auf kosten anderer...
zeigt eure männlichkeit und steht für fehler gerade. diese tugend war vor einiger zeit noch was wert.

Bombayflüchtling
011
16.12.2008, 10:58

Verhältnislosigkeit. Bezugslosigkeit. Verantwortungslosigkeit.

Drei Dinge, die ich jetzt ohne Vorwurf sage, denn sie sind nicht angeborene Charakterdefekte, sondern externe Auslöser für Fehlverhalten.

Verhältnislosigkeit: Wer Gehälter beziehen kann, die in keinem Verhältnis zu realen Lebensbedingungen stehen, wird diese Verhältnislosigkeit auch im Handeln praktizieren.

Bezugslosigkeit: Wer den Bezug zur gemanagten Firma nur mehr über Finanzielles und Erfolg herstellen kann, hat keinerlei emotionale Bindung an das Unternehmen und handelt dementsprechend.

Verantwortungslosigkeit: Wer sich keinen vitalen Konsequenzen für sein Handeln stellen muss, bedenkt diese auch nicht mehr in Bezug auf Andere.

Le Monde
06
16.12.2008, 10:29
was sind bitte "elitemanager" ?

sind das jene, die - wie in den usa - alles den bach runter gegaunert haben? und die schicki-micki-gesellschaft in ihrer präpotenz und dummheit sowie dekadenz hinterher laufen und aus der hand fressen?

diese gesellschaft ist echt pervers!

der bobo aus dem 7.
00
es gibt keine elitemanager...

..ein erfolgreicher greißler hat mehr verantwortung, der wird von den gläubigern gef*ckt, wenn die kohle nicht passt und er hat soziale verantwortung, da er sein personal täglich in die augen sehen muss...
und wenn er dummdreist ist, geht er in den knast, der kann sich keine ausgelagerten entscheidungsbehelfe von willfährigen beratern leisten...

Tarik
03
16.12.2008, 08:30
Was leider auch oft übersehen wird, ist

dass die Unternehmen für die Unternehmensführung noch separate D&O Versicherungen abschließen. Die vermeintliche Haftung existiert daher nur noch bei vorsätzlichem Handeln, die Aktionäre zahlen dafür aber doppelt.

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