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Der Wechsel von Sven Giegold, dem Kopf des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac zu den Grünen, sorgte für Schlagzeilen in Deutschland. Dass er am Wochenende Stargast bei der Bundestagung der österreichischen Grünen war, löste Irritationen aus: Gehen die Grünen jetzt auf Anti-EU-Kurs? Europaabgeordneter Johannes Voggenhuber warnt vor einem Kurswechsel. Nur mehr bizarr: Sogar Ex-ÖVP-Kanzler Wolfgang Schüssel, der vor acht Jahren mit seinem "nationalen Schulterschluss" gegen Brüssel die wohl giftigste Anti-EU-Kampagne vom Zaun brach, die Österreich je gesehen hat, meldete sich mit Kritik zu Wort. Robert Misik fragt Sven Giegold, ob er ein EU-Gegner ist - und was er denn im Europaparlament bewegen will.
Außerhalb der grünen Politrucks-Milieus herrscht Katzenjammer
Misiks Lesekreis: Alle sind für Gleichheit, und alle auch für Vielfalt. Muss daraus Ungleichheit werden?
Zum Demokratie-Begehren: Ich bin so Politik-Verdruss-verdrossen.
Euer Zynismus kotzt mich an. Und meiner auch. FS Misik heute in leicht renoviertem Gewand!
Alle reden über die Flüchtlinge in der Votivkirche. FS Misik lässt die Flüchtlinge selbst sprechen
Eine Hommage an drei bemerkenswerte Menschen, die vergangene Woche verstorben sind
Die Bürger wollen nicht, dass alles der Markt regelt. Sie haben recht.
Unter Geistesprinzen: Das Spindelegger-Prinzip & die Faymann-Doktrin
Wer könnte Gerard Depardieu demnächst noch nach Russland folgen? Fröhlicher Staatsbürgertausch mit Putin!
Das zu Ende gehende Jahr war gar nicht gut - Das nächste wird womöglich noch schlechter
Da sie Europa entweder blind zustimmen oder ohne nachzudenken dagegen sind.
Die Grünen fanden den richtigen Weg zwischen Pro EU und inhaltlicher Kritik. Nur wer für etwas ist kann auch faire Kritik üben !
Die Gegnerschaft zum Vertrag von Lissabon (VvL) disqualifiziert Attac in meinen Augen. Die Richtigkeit bzw. Falschheit von anderen Positionen will ich hier gar nicht diskutieren, aber in diesem einen Punkt liegen sie weit abseits jeder Logik.
Der VvL ist sehr wohl ein Schritt zu einer handlungsfähigeren Union, und selbst Attac hat wohl erkannt, dass heutzutage soziale u ws Problemstellungen nicht mehr auf nationalstaatlicher Ebene gelöst werden können, sondern nur mehr auf europäischer. So weit ich in manch anderen Positionen von der ÖVP entfernt bin, in dieser Frage vertreten sie die vernünftigste Position in Österreich, gefolgt von den Grünen.
dass die EU nicht die absicht hat eine Sozial- und Steuerunion zu werden (schon gar nicht auf hohem niveau). weil das "die wirtschaft" auch niemals zulassen würde. ich dachte einer der hauptkritikpunkte von attac ist eben, dass von sozialunion keine rede ist aber sehr wohl freier wettbewerb und konkurrenz noch immer eines der absoluten hauptziele der EU sind (im gegensatz zu sozialpolitik), auch wenn es im Lissabon vertrag versteckt wurde (in der verfassung war es noch im hauptrang). attac eben dafür, sozialpolitik auf EU ebene zu machen, aber nicht auf dumping niveau.
Offensichtlich nicht. Denn ansonsten würden sie nicht irgendwelche Allgemeinplätze von sich geben, die nicht einmal ansatzweise fundiert sind.
ad handlungsfähig: Seit Jahren schon verzichten wir nun auf eine Verfassung bzw. einen Vertrag. Dennoch hat es die EU geschafft, eine Erweiterung mit Rumänien und Bulgarien hinzubiegen. Eine Vertiefung der Union im politischen Sinn wollen die Neoliberalen doch gar nicht, die wollen eine Freihandelszone mit willfährigem politischen Klerus, der das Primat der Wirtschaft über unseren Planeten absegnet.
ad ÖVP: Es gibt, abgesehen von FPÖ/BZÖ keine weniger pro-europäische Partei. Denn BürgerInnenbeteiligung und, dass Europa von unten gebaut werden muss, wird dort überhaupt nicht verstanden.
zum thema agragsubventionen der reichen industrieländer befragt, bekommt man zur antwort diese müssten von den reichen industrie ländern abgeschafft werden damit die armen und die Schwellenländer wie z.B Afrika ihre Produkte wie z.B Zuckerrüben auf dem Weltmarkt verkaufen können. Dies wiederrum führt aber genau zur verstärkung der globalisierung da der österreich dann die billig produzierten zuckerrüben aus afrika kauft und nicht die teuer produzierten Zuckerrüben aus österreich oder dem westen, welche Sozialstandards sichern helfen. Somit wiedersprechen sie sich selbst und nehmen sich selbst die glaubwürdigkeit, is wie mit der opposition die alles schlecht macht aber selber keine besseren vorschläge hat.
Das Problem der europäischen Agrarsubventionen ist, dass diese den afrikanischen Agrarmarkt zerstören. Ein afrikanischer Bauer kann vom Verkauf seiner Produkte nicht leben, weil er die Preise an das subventionierte Exportgemüse der EU angleichen muss. Das ist pervers.
Dafür stecken wir dann Geld für "Entwicklungszusammenarbeit" in Geländefahrzeuge für unsere Soldaten im Tschad.
Ich glaub das verwechselns ein bisserl Zuckerrübe und Zuckerrohr. Keiner kauft Zuckerrüben aus Afrika. Staaten mit gemäßigterem Klima wären ganz schön blöd wenn sie Zuckerrüben anbauen würden. Zuckerrohr kann doppelt so oft geerntet werden, benötigt weniger Energie beim raffinieren und ist noch dazu ertragreicher. Da können wir mit unseren Zuckerrüben einpacken. Fragens mal bei der Agrana nach. Natürlich habens recht, dass sich die heimischen Bauern ohne Agrarsubventionen die Rüben am Bauch hauen könnten.
schauen sie sich mal an was und wer da subventioniert wird. da gäbe es weitaus bessere strategien.
ausserdem gibt es in afrika wohl kaum zuckerrüben und die großen zuckerrohrproduzenten sitzen eher in südamerika. aber anscheinen dürften sie sich ja grundsätzlich über themen zu denen sie posten nicht informieren.
1. Tritt Attac schon immer für einen fairen Welthandel ein, nicht einen, der auf einer Systemungleich der Handelsblöcke basiert. Europäische Arbeitsstandards auch in Schwellenländern durchsetzten. Das wiederum würde aber die Auslagerung der Produktion an die Peripherie sinnlos machen und ruft damit die Apologeten des Welthandels auf den Plan.
Zu denen ich Sie leider zählen muss.
2. Das selbe gilt für die Agrarsubventionen. Der Standpunkt von Attac war auch immer der, das nur der Abbau dieser einen fairen Welthandel ermöglicht. Was aber auch nicht im Interesse der Agrarindustrie im EU Raum ist.
Attac ist keine Gegnerschaft zu einer globalisierten Welt, sondern eine zu einem System, in der nur ein kleiner Teil von dieser profitiert.
dass die waren so lokal und nahe wie möglich beim konsumenten produziert werden, um nicht ökologisch wahnwitzige transportwege zu verursachen. aber da wollen die doch lieber zölle anstatt subventionen so weit mir bekannt, um dies zu regulieren. bei waren wie tee oder baumwolle die nicht lokal produziert werden können vielerworts wird das anders beurteilt. aber allein schon dass Sie die leute von attac als hohlpfosten bezeichnen ist bezeichnend genug.
Nur bitte sollte man den Blick auf Größenordnungen nicht verlieren.
Wenn ein LKW voll Tomaten aus Spanien hierher fährt, dann braucht das, pro kg Tomaten gerechnet in etwa so viel Treibstoff, wie wenn man wegen 2 kg an Einkäufen mit dem Privatauto 2 km Weg auf sich nimmt.
So gesehen gehören Großparkplätze vor Einkaufszentren (also alle Parkplätze mit mehr als 15 Stellplätzen) mit Verkehrserregerabgaben besteuert (Jeder Parkplatz mit ca. 12€ pro Tag). Das würde helfen, die PKW-Transportkilometer zu reduzieren, und da is extrem viel an Einsparung zu holen.
Mein Vorschalg: die ersten 15 Parkplätze sind gratis, für jeden weiteren zahlt das Geschäft 12 € pro Tag an den Staat.
diesbezüglich fordert, die einfachste, weil marktwirtschaftliche Lösung ist aber offensichtlich: Besteuerung der Rohstoffe. Dann werden die Transporte so teuer, dass sich nur noch die effizienten Produktionsstrukturen durchsetzen. Zusammen mit den Wünschen von Attac, die Produktionsbedingungen anzugleichen haben wir eine wünschenswerte globalisierte Wirtschaft.
Sven Giegold hat am Sonntag eine brilliante Rede gehalten. Er bringt die Probleme auf den Punkt und die Lösungsansätze sind klar nachvollziehbar.
Es ist klar eine REDE FÜR DIE EU und ein Aufruf zu mutigen Reformen in der Kapital(isten)welt.
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