Erstmals mehr als 24.000 Studenten - Zahl der Neuinskribierten gegenüber Wintersemester 2007 um zehn Prozent gestiegen - Badelt: "Haben keine Kapazitäten mehr
Wien - Erstmals in ihrer 110-jährigen Geschichte sind an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) mehr als 24.000 Studenten inskribiert. Zurückzuführen ist das auf einen zehnprozentigen Anstieg bei den Neueinschreibungen im Wintersemester 2007/08. WU-Rektor Christoph Badelt sprach von einer "an sich erfreulichen Entwicklung", forderte aber mit Blick auf die Ausnahmeregelungen bei den Studiengebühren ab Sommersemester 2009 bildungspolitische Konsequenzen: "Wir sind von den Kapazitäten her bereits am Limit", so Badelt am Freitag in einer Aussendung.
1000 Studierende mehr
Konkret gab es per 12. Dezember 24.257 Studenten an der WU Wien, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 23.298. Im aktuellen Wintersemester haben sich 4.762 neue ordentliche Hörer eingeschrieben, das sind zehn Prozent mehr "Neulinge" als im Wintersemester 2007. Unter jenen, die erstmals in Österreich zu einem Studium zugelassen wurden, beträgt der Anstieg 11, 8 Prozent. Inklusive der Studienanfänger im kommenden Sommersemester rechnet die WU mit einem Rekordwert von 6.500 neuen Studierenden im Studienjahr 2008.
Rund ein Viertel (24 Prozent) der Studenten stammt nicht aus Österreich, knapp sechs Prozent sind als außerordentliche Hörer inskribiert. "Mittlerweile studiert eine österreichische Kleinstadt wie Krems oder Baden am WU-Standort am Alsergrund. Wir wissen nicht, wie wir einen neuerlichen Ansturm Studierender, die ab nächstem Semester zu uns kommen, verkraften können", warnte Badelt. "Wir brauchen entweder eine deutliche Ausweitung der Ausbildungskapazitäten oder eine Regelung des Hochschulzugangs."
Am kommenden Dienstag präsentiert die Wirtschaftsuni ürigens den neuen Campus und das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs. (APA/red, derStandard.at, 12. Dezember 2008)