GNOME 3: Ein Blick in die Zukunft des Linux-Desktops

14. Dezember 2008, 11:07
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screenshot: andreas proschofsky

Während man sich beim KDE-Projekt schon vor einiger Zeit zu einem radikalen Bruch mit der bisherigen Softwareplattform entschied - und in Folge Anfang 2008 KDE4 veröffentlichte - setzte man beim zweiten großen Linux-Desktop GNOME bislang vor allem auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Bestehenden.

Stabilität

Ein Ansatz der zwar vor allem externe EntwicklerInnen und Firmen erfreut, durchaus aber auch so seine technologischen Problematiken birgt. Immerhin sammeln sich dadurch über die Jahre eine Fülle von veralteten Funktionen und Bibliotheken an, die nicht nur unnötigen Wartungsaufwand bedeuten, sondern auch an Performance und Speicherverbrauch nagen. Gleichzeitig kompliziert die API/ABI-Garantie - also das Versprechen die Programmierschnittstellen unverändert zu lassen - die Entwicklung von gänzlich neuen Features erheblich.

Bruch

Als Konsequenz aus dieser Erkenntnis hat das GTK+-Projekt - das grafische Toolkit bildet die Basis des GNOME-Desktops - vor einigen Monaten den lange vermiedenen Bruch angekündigt: Mit GTK+ 3.0 will man anstehende Aufräumarbeiten durchführen und so die Basis für neue Innovationen schaffen. Statt einem wirklich großen Bruch à la KDE4 / QT4 will man dabei den Übergang aber so sanft wie möglich gestalten und schon in den letzten GTK+ 2.x-Versionen entsprechende Vorbereitungsarbeiten vornehmen.

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