UNO warnt vor Ausbeutung wegen Wirtschaftskrise

10. Dezember 2008, 07:23

Menschenrechtskommissarin Pillay: "Müssen extrem wachsam sein"

New York - Die Vereinten Nationen haben angesichts des weltweiten Wirtschaftsabschwungs vor einer zunehmenden Ausbeutung der Armen gewarnt. "Wir müssen in den kommenden Monaten extrem wachsam sein, dass Entwicklungsprogramme und soziale Netze erhalten oder sogar ausgeweitet werden, damit die Auswirkungen der Krise nicht katastrophal werden", sagte UNO-Hochkommissarin Navi Pillay anlässlich des 60. Jahrestags der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Armut sei sowohl Ursache als auch Ergebnis von Menschenrechtsverletzungen.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember 1948 durch die Vereinten Nationen verabschiedet. Hintergrund waren die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und der Terror des nationalsozialistischen Regimes. (APA/AP)

 

Simplicius Simplicissimus
00
10.12.2008, 16:23
Die hunderte Milliarden, ...

... die sich Banken nun "ausleihen", um ihre wertlosen Investitionen auszugleichen und gleichzeitig zu Geld machen, werden über Steuern finanziert. Das ist eigentlich Sklaverei, denn diejenigen, die bezahlen, erhalten nichts davon zurück. Zumindest nicht der Hauptbelastete, der Kleinunternehmer. In meinen Augen
befinden wir uns am Beginn des größten Verbrechens
der Menschheit. Mit allen Gewalttätigkeiten, vorstellbaren und unvorstellbaren. UNO-Mitarbeiter
sind in diesem Sumpf ebenso vertreten und das wird durch ihre Exterritorialtät noch vertieft.
http://de.wikipedia.org/wiki/Exte... lit%C3%A4t

Sonntag
00
10.12.2008, 19:54
Finanziellen Verpflichtungen gegenüber der UNO wackeln

Z. Z. steht eine Summe für Friedenssicherungseinsätze mit ca. 3 Milliarden US-Dollar aus.

Der US-Verteidigungshaushalt für 2008 beispielsweise liegt bei ~ 700 Milliarden Dollar, wenn ich richtig informiert bin.

Michel
00
10.12.2008, 11:35
Unser Wirtschaftssystem verletzt Menschenrechte

Die „Arbeitsgemeinschaft Gerecht Wirtschaften für Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ sowie der „Arbeitskreis Gerecht Wirtschaften“ von Pax Christi Österreich weisen aus Anlass des Tages der Menschenrechte darauf hin, dass die derzeitige Geld- und Finanzordnung schon von ihrer Grundstruktur her nicht menschenrechtskonform ist. Es besteht deshalb dringender politischer, wirtschaftswissenschaftlicher, juridischer und ethischer Handlungsbedarf.

Näheres unter: http://www.paxchristi.at/

Helicopterman
00
10.12.2008, 13:37
Tja, Ihre Stellungnahme ist ja nicht schlecht,

nur hat die katholische Kirche leider eine Vorreiterolle beim Verkünden von Botschaften und ihrem gegenteiligen Handeln. Würde die Kirche bei allen ihren wirtschaftlichen Unternehmungen nach den eigenen propagierten Grundsätzen handeln wärs ja glaubwürdig, ich höre aber - nicht zuletzt von Insidern aus dem kirchlichen Dunstkreis - immer wieder kraß Gegenteiliges. Erst vor nicht allzu langer Zeit hat mir eine Bekannte erzählt, dass sie deswegen sogar ihren mehrjährigen Job in der Finanzabteilung einer österreichischen Diözese aufgegeben hat und heute mit der Kirche nichts mehr zu tun haben will.

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