"Was nutzlos ist, entweicht irgendwann sowieso aus dem Hirnkastl"

3. Dezember 2008, 11:16
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    foto: residenzverlag/lukas beck

    Heinz Prüller hat schon viele Bücher geschrieben. Das ungefähr 70. wird in Kürze erscheinen (Residenzverlag) und die vergangene Formel 1-Saison zum Thema haben.

Heinz Prüller wollte immer schon Sportreporter werden, zum Rennfahren hatte er nicht genug Talent - Dafür hat er "zwischen 600 und 700" F1-Rennen kommentiert - Karriere-Telegramm

Seit er lesen konnte, wollte Heinz Prüller Sportreporter werden. In zehn Jahren sieht sich der heute 67-Jährige "sicher weiter dem Sport verbunden", meint er im E-Mail Karriere-Telegramm von derStandard.at/Karriere. Prüller arbeitet seit 1965 für den ORF. Bis jetzt hat er "zwischen 600 und 700" Formel 1-Rennen kommentiert. Damit ist er Weltrekordhalter in dieser Disziplin. Dazu gesellen sich noch ca. 1.000 Ski-Weltcuprennen und Berichte von 23 Olympischen Spielen. Nebenbei hat er noch "ca. 70" Bücher geschrieben.

derStandard.at: Wie sieht der "typische" Arbeitstag von Heinz Prüller aus?

Prüller: Frühstück mit meiner Freundin Barbara, vormittags Telefonate mit wichtigen Sportlern und Formel 1-Piloten, über Mittag schreibe ich verschiedene Stories, nachmittags Training alleine oder mit Doktor Babsi, abends oft ein Event oder ich moderiere selbst eine Veranstaltung.

derStandard.at: Wie viele Stunden arbeiten Sie im Schnitt pro Woche?

Prüller: Ganz verschieden, beim 24 Stunden Rennen von Le Mans war ich heuer 40 Stunden nonstop wach und im Einsatz.

derStandard.at: Was machen Sie in der Formel 1 freien Zeit?

Prüller: Gibt es nicht wirklich, weil Testfahrten, Fahrertransfers etc. Außerdem Skiweltcup und vor allem längere Ferien mit meiner Freundin.

derStandard.at: Wie entspannen Sie sich vom beruflichen Stress?

Prüller: Viel Schlaf, abschalten und andere Interessen pflegen, Kunst, Kultur, Musik etc.

derStandard.at: Wer oder was nervt Sie am meisten in Ihrem Job?

Prüller: Die langen Überseeflüge in der Economy Class und oft extreme Zeitunterschiede. Technische Probleme bei Übertragungen, zuletzt die miserable Telefon-Tonleitung beim WM Finale in Brasilien.

derStandard.at: Was war Ihr bis jetzt größter Karriereerfolg?

Prüller: Mit 21 Sportchef der damals größten Tageszeitung "Express", später ORF-Hauptabteilungsleiter Sport (Hörfunk), danach Chefreporter Sport im ORF-Fernsehen.

derStandard.at: Was wollten Sie als Kind werden?

Prüller: Sportreporter, seit ich lesen konnte.

derStandard.at: Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Prüller: Dann wäre ich so alt wie Bernie Ecclestone jetzt,... sicher weiter dem Sport - nicht nur der Formel 1 - verbunden. Privat: Happy Family Man in der Natur.

derStandard.at: Wollten Sie selbst einmal Rennfahrer werden?

Prüller: Nicht genug Talent, aber ein paar kleine Rennen habe ich bestritten, zum Teil sogar gewonnen. Außerdem durfte ich schon viele Formel 1 Autos probieren u.a. den Mercedes-Silberpfeil von Fangio.

derStandard.at: Wie alt ist Ihr Foto, das in der "Kronen Zeitung" neben Ihren Artikeln prangt?

Prüller: Keine Ahnung.

derStandard.at: Wie viele Formel 1 Grand Prix haben Sie schon kommentiert und wie viele Bücher haben Sie schon geschrieben?

Prüller: Formel 1 Rennen zwischen 600 und 700, Bücher ca. 70, dazu 1000 Weltcup Skirennen und 23 Olympische Spiele für Fernsehen, Radio und Zeitung.

derStandard.at: Wie schaffen Sie es, das Banalste vom Banalen noch nach all den Jahren aus Ihrem Gedächtnis abzurufen?

Prüller: Weil der liebe Gott und meine Eltern mir ein fotografisches Gedächtnis geschenkt haben...

derStandard.at: Was war das "nutzloseste" Wissen, das Sie je über einen Sportler gesammelt haben?

Prüller: Was wirklich nutzlos ist, entweicht irgendwann sowieso aus dem Hirnkastl.

derStandard.at: Wer war bis jetzt der unangenehmste Interviewpartner?

Prüller: Eigentlich keiner.

derStandard.at: Was wäre die Formel 1 ohne Heinz Prüller und was wäre Heinz Prüller ohne die Formel 1?

Prüller: Antwort 1: genau so spannend, aber vielleicht weniger unterhaltsam und weniger informativ, weniger Background.
Antwort 2: mehr Zeit für Skisport, Fußball und vor allem meine Freundin.

derStandard.at: Mögen Sie Niki Lauda oder Gerhard Berger lieber?

Prüller: Beide gleich. (om, derStandard.at, 3.12.2008)

Zur Person:

Heinz Prüller (Jahrgang 1941) verfasste seinen ersten Sportbericht mit 13 Jahren. 1961 ging er zum "Express". Ein paar Jahre später avancierte er bei der Zeitung zum Sportchef. Nach Einstellung des "Express" 1971 wurde er Mitarbeiter der "Kronen-Zeitung" für Motorsport und Skisport.

Von 1975 bis 1986 war Prüller Chefredakteur der "Ski- und Tennis-Welt". 1987 übernahm er die Gründung und den Aufbau des heutigen "Sportmagazins". Von 1989 bis 1994 war er Leiter der Hauptabteilung Sport im Hörfunk.

Seit 1965 kommentierte Prüller für den ORF. Bis dato hat er "ca. 70" Bücher geschrieben. Seit 1971 erscheint jedes Jahr sein Formel 1-Jahrbuch die "Grand- Prix- Story".

Link:

www.heinz-prueller.at

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 135
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Dr.Shirota
10
4.12.2008, 16:33
bla bla

Prüller will sichs mit niemanden verscherzen,
er hat für mich zu keine ecken oder kanten.
Er ist auch dem schumacher jahrelang in den A.... gekrochen. Er sollte sich ein Beispiel an Dirk Thiele oder Siggi Heinrich (Eurosport) nehmen,die haben keine Angst jemanden zu verärgern.
Prüller will es jedem recht machen,und das ist als journalist der falsch weg!

hof99
00
14.12.2008, 20:54

Mag sein, der Erfolg der letzten 40 Jahre gibt ihm recht und nicht dir.

Peter Falber
00
4.12.2008, 16:32

was nuetzt ein fotografisches gedaechtnis, wenn es 20 jahre dauert bis die information gespeichert und auch abrufbar ist? :-)

Laudarius
03
4.12.2008, 16:11

Prüller 4 ever
Fromel 1 ohne ihn, wär nur die Hälfte an Spaß,
keiner kommentiert wie er, da können mir tolle Rennanalysen erspart bleiben wenn es sonst null zu erfahren gibt.
Und einen jüngeren da rein , bitte nicht , normalerweise bin ich ja auch gegen diese Uralteingessenen
aber den Prüller kannst nicht tauschen,

meineMeinung
01
4.12.2008, 15:59

Ich erinnere mich immer gerne an die Heinz Prüller Banner beim Österreich Grand Prix. Der Mann IST Formel 1! Mehr als Bernie E.

el puño rojo
 
00
4.12.2008, 15:47
...

GP Brasilien 2008: Prüller und Wurz beraten über die mögliche Reifenwahl sollte es wirklich zu regnen beginnen...
zeitgleich im Bild: bis auf die Knochen durchnässte Zuschauer und Boliden mit bereits aufgezogenen Regenreifen...

suppenk4sper
00
4.12.2008, 14:50
für alle, die's noch nicht kennen - viel Spaß

http://www.youtube.com/watch?v=WUkigFt7SCo

Cristiano_R7
01
4.12.2008, 14:48
"So wie ich, als ich damals ..."

"Das ist jetzt aber wirklich das letzte Geheimnis der Formel 1, das ich ihnen verraten kann. Alle anderen vielleicht ein bisserl später."

"Mercedes hat hier schon im Jahre 1895 einen Grand Prix gewonnen, vor genau tausend Jahren!"

Keine Formel 1 ohne Heinz Prüller, der Mann zeigt wenigstens Emotionen, im Gegensatz zu den Schlaftabletten, welche die Champions League kommentieren.

m m 10
02
4.12.2008, 14:34
"Was nutzlos ist, entweicht irgendwann sowieso aus dem Hirnkastl"

des öfteren über den mund....

Ronald Tekener
03
4.12.2008, 13:48

Ein Typ vom DSF meinte einmal, er würde den Prüller sofort engagieren, weil "der kommentiert direkt aus der Ölwanne." :-)

Mucosaprolaps
11
4.12.2008, 14:00

Direkt aus der tiefsten Fett'n? Klingt realistisch.

homer j.s
03
4.12.2008, 12:52
"Was nutzlos ist, entweicht irgendwann sowieso aus dem Hirnkastl

Aha, damit ist nun endlich geklärt warum der gute mann soviel müll daherredet...

Carpe diem!
01
4.12.2008, 12:38
Ein Phänomen, der Mann!

Das Entweichen von Nutzlosigkeiten aus dem Hirnkastl ist eine (von vielen, vielen) prüller'schen Originalitäten. Die Frage ist nur, sind seine Aussagen die Folgen kognitiven Handelns oder nur die Folgen der Entlastung seines Hirnkastl's von Nutzlosigkeiten? Wie dem auch sei, er ist inzwischen so etwas wie ein Institution geworden, die einen lieben ihn, die anderen verwenden ihn als Reibebaum - vielleicht weil sie selbst viele, viele Nutzlosigkeiten aus ihrem Hirnkastl entweichen lassen?

baobao
00
4.12.2008, 12:26

lasst's den prüller doch in ruhe.
er ist eine an-und bald ausgediente institution des ösi-tv und bald wird's heissen: "gone with the orf!"

lasst ihn doch noch etwas palavern!

Eva Hexe
 
00
4.12.2008, 14:31
Prüller

.... der mann ist 67 jahre alt und besetzt einen platz den ein neuer sehr gut gebrauchen könnte.

roemer quelle
02
4.12.2008, 12:19
prüller is the best!

kann mir f1 ohne prüller gar nicht vorstellen. wenn jemand teil der f1 ist, dann der prüller! ich stehe auf sein entertainment, denn das rennen sehe ich eh selber! hoffentlich macht der prüller solange weiter, bis mich die f1 nicht mehr interessiert. umgekehrt ist sowieso so. "button in der box" - sag' ich nur ;-)

GUTES
03
4.12.2008, 12:26
roemer quelle

hat den nagel auf den kopf getroffen - rpüller is the best - er ist so wie er ist, weiss viel, redet viel, manches ist nicht ganz richtig, aber er ist ein orginal, hoffe dass er noch lange F1 kommentiert

roemer quelle
00
4.12.2008, 13:25
thank's a lot

werden schon sehen, die "dannerschen" fan's vom werbefernsehen, wie's ist, wenn jemand exakt das sagt, was man selber auch sieht, wie spannend das ist..... ;-) hoffentlich noch lange kein thema bei uns. die germanen leiden eh schon genug

CountOfMonteCrystal
01
4.12.2008, 12:12

Genialst die 10 - 20 sek Zeitverzögerungen zwischen übertragenem Bild und Prüllers lautstarken Reaktionen!!
Immer wieder lustig in Zeiten langweiliger Grand Prix Rennen :)

eisy57
00
4.12.2008, 12:07
Heißt er ....

...nicht Brüller ?

Teleobjektiv1
01
4.12.2008, 11:54
Wie kann man mit soviel Erfahrung so wenig Ahnung haben?

Ja, der Mann kennt Tausende von unwichtigen Episoden. Rennen lesen kann er nicht.

Noch immer ist er nicht in der Lage, Strategien durch einfachen Vergleich der Rundenzeiten in Q2, Q3, den ersten Runden im Rennen sowie den getankten Menge Sprits in Stop1 abzuschätzen.

Noch immer ist der nicht in der Lage, von der Länge des Stops auf die Menge des getankten Benzins zu schließen.

Noch immer ist er unfähig zu berechnen, um WIEVIEL pro Runde ein Wagen schneller sein muss, damit sich ein zusätzlicher Stop ausgeht.

Noch immer glaubt er, ein Rennen wird spannend, wenn ein Wagen 10 Runden vor Schluss 10 Sek. zurückliegt, aber 0,5 Sek. pro Runde aufholt.

Noch immer ist ihm der Unterschied zwischen Liter und Kilogramm unklar...

GUTES
00
4.12.2008, 12:03
Teleobjektiv

weiss es icher besser, ist klüger und wer weiss was noch - besser machen und nicht nur kritisieren

Teleobjektiv1
01
4.12.2008, 12:20

Nein, aber verfolg die Rennen (und die Qualifyings) am Fernseher, sowie am Zeitenmonitor der FIA auf meinem Notebook. Dazu noch einen kleinen Taschenrechner und du kannst Prüller das Rennen erklären.

Im Übrigen hat der Mann auch technisch null Ahnung. Keiner hat ihm je erklärt, dass es NICHT an den Bremsen liegen kann, wenn ein Wagen am KurvenAUSGANG! einen Dreher hat, keiner hat ihm je erklärt, in welchen Situationen Windschatten ein Vorteil und in welchen ein Nachteil ist usw.

Und noch was: Bremsscheiben können brechen, aber niemals EXPLODIEREN!

SmokieMcPot
00
4.12.2008, 12:37
owa du bist der absolute non plus ultra f1 experte od?

gscheit daher reden u den senf widergeben was die premiere experten ablassen?

a pro pos:die fia benutzt denn zeitmonitor von premiere...soviel zur deiner expertise

Teleobjektiv1
00
4.12.2008, 13:36
Ah, ein Auskenner?

Dann kennen Sie sicher dieser Site:

http://www.formula1.com/services/... ve_timing/

Und das ist KEINE Premiere Site

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