Simbabwe: Cholera-Epidemie greift auf Nachbarstaaten über

30. November 2008, 14:26
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Zeitung: Helfer befürchten bis zu 10.000 -Tote - Öffentlicher Dienst bricht zusammen

Johannesburg - Im afrikanischen Krisenstaat Simbabwe befürchten Hilfsorganisationen nach Medienberichten bis März 2009 rund 10.000 Tote und 60.000 Infizierte durch die grassierende Cholera-Epidemie. Bisher sind nach Angaben der Weltgesundheits-Organisation WHO knapp 10.000 Menschen infiziert und 412 gestorben. Die Regierung von Präsident Robert Mugabe versuche, das Ausmaß der Epidemie zu vertuschen, berichteten mehrere Sonntagszeitungen im Nachbarland Südafrika.

Zusammenbruch des öffentlichen Dienstes

Hilfsorganisationen wie Welthungerhilfe, Ärzte ohne Grenzen oder die WHO seien angesichts des völligen Zusammenbruchs des öffentlichen Dienstes bisher die einzigen, die den Betroffenen im Rahmen ihrer Möglichkeiten Hilfe anböten. Krankenhäuser seien geschlossen, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser sei ungenügend. Die Krankheit greife auf Nachbarländer wie Südafrika über, wo bereits sechs Cholera-Tote gezählt wurden. Mit dem Einsetzen des Sommerregens sowie wegen des Zusammenbruchs der Gesundheitsbehörden drohe eine humanitäre Katastrophe.

Die Zahl der Cholera-Opfer in Simbabwe gelte zudem als ungenau, da viele Familien ihre toten Angehörigen nicht mehr melden könnten. (APA/dpa)

 

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