Porsche will Forschungsausgaben senken

29. November 2008, 15:53
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Effekte durch VW-Übernahme

Stuttgart - Nach der VW-Übernahme will der Stuttgarter Sportwagenbauer seine derzeit überdurchschnittlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung deutlich senken. Vor allem in den Bereichen Leichtbau, Hybrid und Elektronik könne es Synergieeffekte mit VW geben, sagte der zuständige Porsche-Vorstand Wolfgang Dürheimer der Fachzeitschrift "auto motor und sport". Geplant sei, die Ausgaben von derzeit 15 auf unter zehn Prozent des Umsatzes zu reduzieren. Der Wert liege derzeit vor allem wegen der Panamera-Entwicklung deutlich über dem Porsche-Schnitt von zehn Prozent, sagte auch ein Porsche-Sprecher am Samstag auf Anfrage. Dieser niedrigere Schnitt solle 2009 wieder erreicht werden, zudem hoffe das Unternehmen auf Effekte durch die VW-Kooperation. Porsche hält bisher 42,6 Prozent der VW-Anteile und hat sich weitere 31,5 Prozent über Optionen gesichert.

Zusammenarbeit

Nach Angaben Dürheimers will Porsche mit VW Entwicklungsprojekte teilen und die Ergebnisse gemeinsam nutzen. "Schon heute arbeiten wir bei einigen klar definierten Projekten mit VW- und Audi-Kollegen zusammen, wie etwa beim Hybrid-Antrieb und der künftigen Elektronik-Architektur", sagte Dürheimer der Zeitschrift. Verstärken will Porsche laut "auto motor und sport" die Zusammenarbeit in der Entwicklung von Karosserien. Synergien sehe der Autobauer auch in der Optimierung von Entwicklungsabläufen und Erprobung neuer Modelle.

Finanzvorstand Holger Härter fordert laut "auto motor und sport" Einsparungen von "500 bis 600 Millionen Euro im operativen Geschäft", indem etwa Gebäude-Investitionen verschoben werden. Betroffen sein könnten laut Fachzeitschrift die geplante Erweiterung des Entwicklungszentrums in Weissach sowie ein neues Designzentrum, ein neuer Windkanal und ein neues Elektronikzentrum. (APA/dpa)

 

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