Ein Flugschreiber des versunkenen Airbus geborgen

29. November 2008, 21:19
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Noch keine klaren Hinweise auf Unfallursache

Paris - Zwei Tage nach dem Airbus-Absturz vor den Pyrenäen ist einer der Flugschreiber aus dem Mittelmeer geborgen worden. Das Gerät zum Aufzeichnen der Pilotengespräche und Geräusche in der Kanzel sei vom Grund geholt worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Perpignan am Samstag mit. Auch der Flugdatenschreiber sei bereits geortet worden.

Von der Auswertung der beiden Flugschreiber erhoffen sich die Experten Aufschluss über den Unfallhergang. Die Staatsanwaltschaft leitete routinemäßig Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung ein. Klare Hinweise auf die Unfallursache gibt es offenbar noch nicht.

Die Experten gehen auch der Frage nach, ob die Vorrichtungen zur Enteisung des Flugzeug versagt haben könnten. Die A320 der Air New Zealand war beim Landeanflug auf Perpignan plötzlich steil aufgestiegen und dann wie ein Stein ins etwa 40 Meter tiefe Meer gestürzt. Die Piloten gaben kein Notsignal. Sie hatten wenige Minuten vor dem Absturz ganz normal mit den Fluglotsen gesprochen.

Taucher der Gendarmerie bargen am Samstag zahlreiche kleine Wrackteile. Von den fünf noch vermissten Insassen gab es keine Spur. Zwei Leichen waren bereits am Donnerstagabend kurz nach dem Absturz geborgen worden. An der Suche und Bergung beteiligten sich auch ein Minensucher, ein Aufklärungsflugzeug und ein Hubschrauber. (APA/dpa)

 

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