Gegen "soziales" Aids ankämpfen

30. November 2008, 19:02
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Red Ribbon am Rathaus - HIV/AIDS: Enttabuisierung und Aufklärung von großer Wichtigkeit

Wien - In Wien wurde heute anlässlich des Welt-AIDS-Tages 2008, der am 1. Dezember begangen wird, ein Red Ribbon am Wiener Rathaus angebracht - ein Zeichen der Solidarität mit allen von HIV und AIDS betroffenen Menschen.

Frauen immer stärker betroffen

"In Österreich wie anderswo sind heterosexuelle Frauen immer stärker von AIDS und HIV betroffen. Immer noch infizieren sich jährlich über 500 Menschen in Österreich neu mit dem HI-Virus, cirka ein Drittel dieser Neuinfektionen betrifft Frauen. Die Stadt Wien investiert jährlich mehr als acht Millionen Euro in die Prävention und Behandlung von AIDS. Mit gutem Grund: AIDS geht uns alle an!", erklärte Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely.

Gegen Diskriminierung

"Enttabuisierung und Aufklärung sind generell von großer Wichtigkeit, will man erfolgreich gegen die Immunschwächekrankheit vorgehen. Es gibt keinen Kampf gegen AIDS ohne einen Kampf gegen die Diskriminierung der Betroffenen. Die gesellschaftliche Integration von AIDS-Kranken ist daher oberstes Gebot", so die für Antidiskriminierung zuständige Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger. Es gelte weiterhin, gegen das "soziale" AIDS anzukämpfen, d.h. gegen die Ausgrenzung infizierter Menschen.

Welt-AIDS-Konferenz kommt 2010 nach Wien

Die weltweit größte internationale Konferenz zu HIV/AIDS mit über 25.000 Repräsentanten von Interessensvertretungen und Experten aus aller Welt findet im Jahre 2010 in Wien statt. Schauplatz der 18. Welt-AIDS-Konferenz wird vom 18. bis zum 23. Juli 2010 die Reed Messe Wien sein; organisiert wird die AIDS 2010 von der International AIDS Society (IAS), der weltweit führenden unabhängigen Vereinigung von HIV-Experten, in Kooperation mit der österreichischen Regierung sowie österreichischen und internationalen Partnern aus Wissenschaft, Gesellschaft sowie den Vereinten Nationen.

Ausschlaggebend für den Zuschlag waren unter anderem die Infrastruktur der Stadt, ihr Umgang mit an AIDS erkrankten und mit HIV-infizierten Menschen, wie zum Beispiel die problemlose Bewegungs- und Reisefreiheit, sowie Wiens strategische Position in Richtung Osteuropa. (red)

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