EU-Kommission erhofft "klares Signal"

28. November 2008, 18:23
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Industrieländer sollten Emissionen verringern, Entwicklungsländer umweltfreundlichere Wege einschlagen

Brüssel - Die EU-Kommission erhofft sich von der UN-Klimakonferenz in Polen erste Weichenstellungen für ein neues internationales Klimaschutzabkommen. Auf der am Montag beginnenden Konferenz in Posen (Poznan) müsse "ein klares Signal gesendet werden, dass sich die Welt auf den Abschluss eines ehrgeizigen Klimaschutzübereinkommens in Kopenhagen Ende nächsten Jahres zubewegt", erklärte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas am Freitag in einer Pressemitteilung.

In Posen müsse ein klares Arbeitsprogramm für die Verhandlungen im Jahr 2009 festgelegt werden, forderte Dimas. An deren Ende müsse ein neues Abkommen für die Zeit nach 2012 stehen, wenn das Kyoto-Klimaschutzprotokoll ausläuft. Ziel müsse sein, dass alle Industrieländer bis 2020 ihre Treibhausgas-Emissionen drastisch verringerten und gleichzeitig die Entwicklungsländer dabei unterstützten, ihrerseits den Weg zu einer umweltfreundlicheren Wirtschaftsweise einzuschlagen.

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Ausstoß an Treibhausgasen bis 2020 um 20 Prozent unter das Niveau von 1990 zu drücken. Falls sich die USA und die übrigen Industriestaaten ebenfalls zu einer Verminderung ihrer Kohlendioxid-Emissionen verpflichten, will die EU ihr Reduktionsziel sogar auf minus 30 Prozent verschärfen. Bisher sind sich die 27 EU-Staaten allerdings noch nicht einmal darüber einig, wie die Verminderung um 20 Prozent erreicht werden soll. (APA/AP)

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