Annäherung zwischen Regierung und Opposition

28. November 2008, 15:00
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Es gebe gemeinsame Forderungen zur erforderlichen Verfassungsänderung - Land im Süden Afrikas wird von Cholera-Epidemie heimgesucht

Harare - Nach wochenlangem Tauziehen haben sich Regierung und Opposition in Simbabwe bei den Absprachen zur Teilung der Macht etwas angenähert. Für die erforderliche Verfassungsänderung zur Schaffung des neuen Amtes eines Regierungschefs gebe es "gemeinsame Vorstellungen", sagte Oppositionssprecher Nelson Chamisa am Freitag in Harare.

"Andere Fragen müssen aber noch geklärt werden." Er zeigte sich optimistisch, dass die Anhänger von Oppositionsführer Morgan Tsvangirai mit der bisher regierenden ZANU-PF von Präsident Robert Mugabe eine Verhandlungslösung finden könnten. Mugabe und Tsvangirai hatten sich bereits Mitte September grundsätzlich auf eine Machtteilung geeinigt.

Cholera-Epidemie

Simbabwe wird derzeit von einer Cholera-Epidemie heimgesucht, der nach UNO-Angaben bis zum Freitag 389 Menschen zum Opfer fielen. Insgesamt wurden knapp 10.000 Erkrankungen festgestellt. Die Regierung ersuchte inzwischen das Ausland um Hilfe. Cholera ist eine hoch ansteckende Durchfallkrankheit, die bei fehlender Behandlung rasch zum Tod führen kann. In Simbabwe ist sie wegen der zusammenbrechenden Infrastruktur massiv auf dem Vormarsch. Abwässer landen auf der Straße, Trinkwasser ist oftmals völlig verschmutzt. (APA/AFP)

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