ORF-Journalisten befürchten Aushungern der Redaktionen

28. November 2008, 14:32
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Redakteursrat fordert Konzepte zur Stärkung des Unternehmens - Öffentliche Diskussion gefordert

Die ORF-Redakteure, die sich am Freitag zu den von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz angekündigten Einsparungen und Strukturmaßnahmen zu Wort gemeldet haben, befürchten eine "Aushungerung redaktioneller Bereiche". Sie kritisierten in einer Aussendung, dass Wrabetz "zwar ausführlichste Vorstellungen zum Abbau hunderter Mitarbeiter und zur Verschlechterung von Verträgen - ausgenommen Direktorenverträge - präsentiert, aber keinerlei Vorstellungen zu grundsätzlichen Entwicklungen des Programmangebots".

Der ORF befinde sich in einer "sehr, sehr ernsten Situation" und daher seien "Konzepte zu dessen Stärkung und nicht zu dessen Schwächung gefragt", findet der Redakteursrat des ORF. Die ORF-Journalisten wollen daher "alles in ihrer Macht Stehende unternehmen, dass umgehend eine breite, inhaltsreiche Diskussion zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Unternehmen, mit dem Stiftungsrat, mit dem Gesetzgeber und vor allem auch mit dem ORF-Publikum geführt wird".

Würden die Vorschläge der Geschäftsführung realisiert und die Redaktionen weiter ausgehungert werden, "dann wäre der ORF nicht mehr in der Lage seine demokratiepolitischen und für die nationale Identität dieses kleinen Landes unverzichtbaren öffentlich-rechtlichen Kernaufgaben zu erfüllen", fürchtet der Redakteursrat. (APA)

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