Zufriedene Stammkundschaft hinter der Hohen Wand

    28. November 2008, 17:00
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    Bei einer Wanderung die Fischauer Berge, die schon immer im Schatten der Hohen Wand standen, stößt man auf schöne und interessante Wanderziele

    Die Fischauer Berge standen schon immer im Schatten der Hohen Wand, obgleich sie eine Reihe schöner und interessanter Wanderziele aufweisen. Der Größenberg etwa, höchste Erhebung des Hügelzuges, der das Einbruchsbecken der Neuen Welt vom Steinfeld trennt, bietet eine hervorragende Übersicht über die Felsfluchten der Hohen Wand sowie reizvolle Ausblicke in das Schneeberggebiet, häufig aufgesucht wird der Gipfel trotzdem nicht. Jedoch hat er - wie dem Gipfelbuch zu entnehmen ist, das sich mit dem Kreuz auf einer Felskanzel unterhalb des höchsten Punktes befindet - eine Stammkundschaft.

    Sperrstunden beachten

    Leider hat das Gasthaus zum Kürassier, früher ein guter Stützpunkt auf der Runde, schon lange geschlossen; außerdem hat auch die Eisensteinhöhle mit der interessanten Thermalquelle am tiefsten Punkt der Grotte um diese Jahreszeit zugesperrt.
    Eine Runde durch die Fischauer Berge ist demnach eine recht ruhige Angelegenheit, gleichzeitig aber eine idyllische und gemütliche Tour, die sich auch bei geringer Schneelage ohne Probleme absolvieren lässt. Und viel Schnee ist im Schatten der Hohen Wand ohnedies nicht zu erwarten.

    Die Route: Von der Haltestelle Brunn an der Schneebergbahn folgt man der roten Markierung, die vorbei am Schloss zur Viaduktgasse und dann zur Eisensteinhöhle führt. Die Gehzeit beträgt rund eine Dreiviertelstunde.

    Auf einem schmalen Steig quert man - fast auf der Höhenschichtlinie - nach Westen und erreicht die gelbe Markierung, der man nach rechts folgt, um danach in einen Sattel aufzusteigen.

    Knapp vor dem höchsten Punkt - es fehlt ein Wegweiser - hält man sich links auf eine grüne Markierung, auf der man nach einem kurzen steileren Stück den Gipfel des Größenbergs erreicht. Ab Eisensteinhöhle eine Stunde.

    Auf dem rot ausgewiesenen Weg geht es wieder hinunter in den Sattel, wobei man die Felskanzel mit Gipfelkreuz und -buch passiert, dort hält man sich links und steigt auf der gelben Markierung nach Muthmannsdorf ab. Gehzeit ab Größenberg eine halbe Stunde.
    Ein kurzes Stück wandert man zurück auf der Anstiegsroute, in der Burgstallgasse hält man sich links und steigt auf der roten Markierung gemütlich an, wechselt danach auf Rot-Grün und schließlich auf Grün und erreicht das ehemalige Wirtshaus zum Kürassier. Die Gehzeit ab Muthmannsdorf beträgt rund eine Stunde.

    Gelb gekennzeichnet ist der weitere Weg, man erreicht die Anstiegsroute und kehrt auf dieser zum Ausgangspunkt zurück. Ab Kürassier eine Dreiviertelstunde. (Bernd Orfer/DER STANDARD/Printausgabe/29./30.2008)

    Gesamtgehzeit 4 Stunden, Höhendifferenz rund 450 m. Gasthaus Eisensteinhöhle (Donnerstag bis Sonntag ab 10 Uhr), Gasthaus in Muthmannsdorf (Mittwoch und Donnerstag geschlossen). ÖK25V Blatt 5201-West (Berndorf), Maßstab 1:25.000; Freytag & Berndt Atlas Wiener Hausberge, Maßstab 1:50.000.

     

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      grafik: der standard
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      foto: österreich werbung / pigneter
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