Sa: Daxbacher hofft auf Raum

28. November 2008, 14:14
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Austria-Trainer spekuliert in Kapfenberg auf offensivere Gastgeber und den ersten Saisonsieg gegen den Aufsteiger

Kapfenberg/Wien - Den Kapfenberger SV und FK Austria Wien trennen in der Tabelle derzeit 20 Punkte. Dennoch birgt das dritte Saisonduell des Tabellenachten mit dem Vierten am Samstag in der 20. Runde der tipp3-Bundesliga einiges an Fußball-Brisanz. Der Aufsteiger hat durch das 5:2 vor einer Woche in Salzburg eine Menge Mut geschöpft. Andererseits sollten die Gäste mit Punktezuwachs beweisen, dass sie am Spitzentrio dran zubleiben wollen.

Die Steirer bleiben jedenfalls realistisch: "Wir sind Außenseiter, werden aber sicher unsere Chancen vorfinden und wären schon mit einem Punkt zufrieden. Die Austrianer gehören für mich zu den Top 4 im Land. Bazina, Acimovic und Okotie zählen zu den besten Offensivkräften der Liga," meint Trainer Werner Gregoritsch.

Kapitän Dominique Taboga, der sich im Training am Knie verletzte und dessen Einsatz fraglich ist, sagte zu den Verbal-Duellen: "Wir bereiten uns bestens auf das Spiel vor und werden zeigen, dass der Sieg in Salzburg kein Zufall ist." "Respekt ja, Angst nein," lautet die Devise der Obersteirer, die das erste Saisonheimspiel am 13. Juli nur durch ein Eigentor von Sun in der 92. Minuten nicht verloren.

Auch das zweite Treffen in Wien endete trotz klarer Überlegenheit der Hausherren remis. Dazwischen hatte Karl Daxbacher heftige Kritik an der Spielweise der Kapfenberger geübt, sie als "bewusst auf Verletzung ausgelegt" und als "Einschüchterung des Gegners" eingestuft. Das ist für den Austria-Coach Schnee von gestern. Er meinte dazu vor dem Wiedersehen mit dem Aufsteiger: "Das ist für mich kein Thema mehr, sie spielen jetzt ganz anders."

Dass der Gegner aus Salzburg Selbstvertrauen mitgebracht hat, wertet Daxbacher "nicht unbedingt als Nachteil" und begründet das so: "Vielleicht sie dadurch ein bisschen offensiver, so dass wir mehr Raum bekommen." Völlig überzeugt ist der Austria-Coach, dass es so und so eine schwierige Aufgabe wird. "Wenn wir nicht dagegenhalten und uns den Zweikämpfen stellen, werden wir große Probleme haben", sagt der 55-Jährige.

"Nach den zwei Remis haben wir eine Rechnung offen und sind daher am Samstag besonders motiviert", kündigte Bazina an. Das 5:2 des Gegners in Salzburg begründete der 33-jährige Kroate so: "Jede Mannschaft hat solche Tage, an denen alles perfekt zusammenläuft und in den Reihen des Gegners nichts geht. Zum Glück hatten die Kapfenberger dieses Spiel schon in Salzburg gehabt." Und Parits gibt zu: "Wir sind ausreichend gewarnt." Dass die Leistungen zuletzt stabil waren (aus drei Spielen sieben Punkte geholt und fünf Tore erzielt), stimmt ihn positiv.  (APA)

Mögliche Aufstellungen:

Kapfenberg - Austria Wien (Samstag, Fekete-Stadion, 18.00 Uhr, Schiedsrichter Thomas Gangl/V). Ergebnisse: 2008/09: 2:2 (heim), 0:0 (auswärts)

Kapfenberg: Eisl - Iencsi, Taboga/Lienhart, Fukal, Osoinik - Kozelsky, Erkinger, Liendl, Stepanek, Felfernig/Siegl - Zimmerman

Ersatz: Susko - Schönberger, Sencar, Lucic, Wieger, Bernsteiner

Austria: Safar - Standfest, Bak, Dragovic, Suttner - Krammer, Blanchard, Sulimani - Bazina, Acimovic - Okotie

Ersatz: Troyansky, Madl, Majstorovic, Netzer, Mössner, Diabang

 

 

 

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