Welt-Aids-Tag: Hohe Gefährdung von verheirateten Frauen

28. November 2008, 13:08
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Petra Bayr, Bereichssprecherin der SPÖ für Globale Entwicklung, fordert mehr Forschungsgelder für Prävention für Frauen

Wien - Die SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, Petra Bayr, thematisiert anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember die Gefährdung von Frauen, die
verheiratet bzw. in festen Beziehungen leben. "Tatsächlich sind Frauen heute besonders gefährdet, weil sie sich aus unterschiedlichen Gründen ungeschütztem
Sex aussetzen", so Bayr, "entweder weil sie in einer vermeintlich gesicherten Beziehung wie der Ehe leben oder aufgrund ihrer mangelnden
Selbstbestimmungsmöglichkeiten durch patriarchale Gesellschaftsstrukturen."

Medikamentöse Schutzpräparate

Bayr fordert die Erhöhung der Forschungsgelder für medikamentöse Schutzpräparate wie etwa Mikrobizide, die für Frauen entwickelt werden, um die Abhängigkeit von der Bereitschaft des Mannes, ein Kondom zu benutzen, herabzusetzen. "Solange Frauen darauf angewiesen sind, dass ihr Sexualpartner ein Präservativ verwendet sind sie in akuter Gefahr. Gerade in ehelichen Beziehungen gilt es als verpönt, auf ein Präservativ zu bestehen, da dies als Hinweis auf Untreue zu werten ist", so Bayr. "Bildungs-, Berufs- und Einkommensniveau von Frauen stehen in direktem Zusammenhang mit deren Vermögen, selbstbestimmt, zu leben und damit auch über ihre Sexualität zu bestimmen" ist Bayr überzeugt und verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Notwendigkeit, gerade in der Entwicklungspolitik noch stärkere Akzente auf diesen Bereich zu setzen.

Leistbare Medikamente

Bayr verweist auch auf die Notwendigkeit, leistbare Medikamente zur Behandlung von an Aids Erkrankten in Entwicklungsländern durch speziell darauf abgestimmte Patentrechtslösungen zu ermöglichen. (red)

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