Mit Frauenweihe gegen den Priestermangel

28. November 2008, 11:24
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300 Priester gründeten Initiative und übergaben in Rom das Dokument "Zukunft der Pfarren" - Frauenweihe und Heiratserlaubnis soll Priestermangel entgegenwirken

St. Pölten - Der Priestermangel in der katholischen Kirche soll mit Frauenweihe und einer Heiratserlaubnis für Priester und bekämpft werden. Sechs Pfarrer aus Nieder- und Oberösterreich, voran Helmut Schüller aus Probstdorf und Udo Fischer aus Paudorf, wollen demnach die Diskussion um die Aufhebung des Zölibats und um die Frauenweihe neu entfachen.

Für immer entschieden?

300 Priester hätten sich der vor zwei Jahren gegründeten Initiative bereits angeschlossen. Der Tageszeitung "Kurier" zufolge haben die Protagonisten nun ihre Anliegen im Vatikan vorgebracht: Am 10. November reiste die sechsköpfige Delegation nach Rom und übergab der Glaubenskongregation ihr Dokument namens "Zukunft der Pfarren". Das Thema Heiratserlaubnis für Geistliche sei nicht groß kommentiert worden, weiters habe die Glaubenskongregation empfohlen, das Thema Frauenweihe nicht weiter zu verfolgen, da Papst Johannes Paul II. diese Causa für immer entschieden habe.

Frauen zur Priesterweihe

Frauen zur Priesterweihe zuzulassen würde dem zunehmenden Priestermangel und den daraus resultierenden Zusammenlegungen von Pfarren entgegenwirken, meint die Pfarrer-Initiative. "Wir wollen keine ,großen Supermarkt-Kirchen'. Dann sind wir nur mehr Manager und keine Seelsorger", wird Udo Fischer im "Kurier" zitiert. Zusammenlegungen scheinen jedoch unumgänglich: So habe jede vierte der 424 Pfarren der Diözese St. Pölten weniger als 500 Gläubige. 25 Dekanate wurden auf 20 reduziert. (APA) 

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    Die Glaubenskongregation hat empfohlen, das Thema Frauenweihe nicht weiter zu verfolgen, da Papst Johannes Paul II. diese Causa für immer entschieden habe.

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