STMicroelectronics bekommt Rezession zu spüren

28. November 2008, 10:40
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Der Umsatz des größten Halbleiter-Herstellers Europas könnte stärker absacken als bisher erwartet, die Prognose wurde gesenkt

Genf - Der größte europäische Halbleiter-Hersteller STMicroelectronics bekommt die Rezession stärker zu spüren als bisher erwartet. Im vierten Quartal erwarte das Unternehmen nun noch einen Umsatz zwischen 2,2 und 2,35 Mrd. Dollar (zwischen 1,71 und 1,82 Mrd. Euro), teilte STMicro am Freitag in Genf mit. Bisher wollte der Konzern das Niveau des dritten Quartals von 2,7 Mrd. Dollar halten oder maximal 8 Prozent darunter liegen. Nach der neuen Prognose würde die Einbuße im schlimmsten Fall bei mehr als dem Doppelten liegen. In Reaktion darauf fährt STMicro seine eigene und die Produktion bei Fremdherstellern weiter zurück. Die Aktie fiel am Morgen in einem etwas schwächeren Umfeld um 3,85 Prozent auf 5,24 Euro.

Der Konzern berichtete von einer starken Kaufzurückhaltung und sogar Stornierungen von Aufträgen für den Dezember. "Die Situation spiegelt die gut bekannte Schwäche in der Industrie wider", hieß es, und das über die meisten Regionen und Märkte hinweg. Besonders stark seien die Geschäfte Chips für Mobilfunk, Auto und Computerperipherie betroffen. In den beiden erstgenannten Märkten ist auch der deutsche Rivale Infineon stark vertreten. Er legt am Mittwoch die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vor und will auch einen Ausblick geben. (APA/dpa-AFX/Reuters)

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