Häupl gesteht Fehler bei Prater-Planung ein

28. November 2008, 10:57
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"Unter dem Termindruck sind Fehler passiert"

Die Wiener Opposition hat am Mittwoch den jüngst veröffentlichten Kontrollamtsbericht zum neuen Riesenradplatz zum Thema im Gemeinderat gemacht. Bürgermeister Michael Häupl  hob dessen positiven Aussagen hervor, konstatiert aber zugleich in der Fragestunde: "Unter dem Termindruck sind Fehler passiert." Es seien bereits die Konsequenzen gezogen worden. Am Nachmittag stand ein Misstrauensantrag gegen die verantwortliche Stadträtin Grete Laska auf dem Programm, es war bereits der dritte in der Causa Prater.

Eine der von Häupl angesprochenen Konsequenzen: Für den Geschäftsführer der Prater Service GmbH, Georg Wurz, wird aus Gründen des Vier-Augen-Prinzips ein zweiter Geschäftsführer gesucht, der Anfang 2009 bestellt werden soll. Eine Entlassung Wurzs lehnte Häupl ab, da sonst das Rathaus bald leer aussähe, würde er jeden mit einer anderen Rechtsauffassung entlassen: "Jeden Mitarbeiter rauszuschmeißen, der nicht meiner Meinung ist, würde zu weiteren Vereinsamungsprozessen führen."

Zugleich gelte, dass das Kontrollamt viele angeblichen Skandale klargestellt habe, so der Bürgermeister. Die Baukosten seien gerechtfertigt und wirtschaftlich sinnvoll gewesen, das Vorhaben in kürzester Zeit umgesetzt worden, ziehe Besucher an und entspreche den Vorgaben. Es sei ja aber gut, dass die SPÖ die positiven Aussagen des Kontrollamtes nenne, die Opposition die Kritik bevorzuge: "So erfährt die Öffentlichkeit wenigstens alles, was in dem Kontrollamtsbericht steht." (APA)

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