ThyssenKrupp setzt Sparprogramm in Gang

28. November 2008, 09:33
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Deutschlands größter Stahlkonzern erwartet deutlich weniger Umsatz und Gewinn und steigt auf die Kostenbremse

Düsseldorf - Der Industriekonzern ThyssenKrupp stellt sich auf ein schwieriges Jahr ein und setzt ein Sparprogramm in Gang. Für das laufende Geschäftsjahr (bis 30. September) sei mit einem "deutlichen konjunkturbedingten Umsatzrückgang" zu rechnen, teilte Deutschlands größter Stahlkocher am Freitag zur Vorlage aktueller Zahlen mit. "Dies wird sich im Ergebnis entsprechend niederschlagen." Der Ausmaß des Rückgangs könne zurzeit noch nicht zuverlässig abgeschätzt werden, hieß es.

ThyssenKrupp kündigte in Reaktion auf die Wirtschaftskrise ein Sparprogramm an: Es seien klare Maßnahmen getroffen worden, um die Kosten im Konzern zu reduzieren. Damit sollten Ergebnis und Liquidität gesichert werden. Zugleich werde das Portfolio weiter optimiert. Zum Umfang machte das Düsseldorfer Unternehmen keine Angaben - in der Presse war zuletzt von einer Mrd. Euro an Einsparungen geschrieben worden.

2010 will ThyssenKrupp wieder auf den "Wachstumspfad zurückkehren". Voraussetzung sei, dass die Weltwirtschaft sich wieder erhole und an Wachstumstempo gewinne. "Wir sind überzeugt, dass unsere 2005 aufgelegte Wachstumsstrategie richtig ist", hieß es. Beeinträchtigungen wie durch die Finanzkrise könnten zu zeitlichen Verschiebungen führen, der langfristige Unternehmenserfolg bleibe davon aber unberührt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte ThyssenKrupp den Umsatz auf 53,4 Mrd. Euro von 51,7 Mrd. Euro im Jahr davor. Vor Steuern und Sondereffekten verdiente der Konzern 3,5 Mrd. Euro nach 3,8 Mrd. im Vorjahr und damit mehr als erwartet. Analysten hatten mit einem Umsatz von 53,4 Mrd. Euro und mit einem Vorsteuergewinn vor Sondereffekten von 3,35 Mrd. Euro gerechnet.

Inklusive Sondereffekten erzielte ThyssenKrupp 2007/2008 einen Vorsteuergewinn von 3,128 Mrd. Euro nach 3,33 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Auftragseingang legte mit 55,2 Mrd. Euro zu (Vorjahr: 54,6 Mrd. Euro). Der Hauptversammlung wird eine unveränderte Dividende von 1,30 Euro je Aktie vorgeschlagen. (APA/dpa)

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    Deutschlands größter Stahlkonzern erwartet deutlich weniger Umsatz und Gewinn und steigt auf die Kostenbremse.

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