CA Immo - Neunmonatsergebnis leicht negativ

28. November 2008, 08:57
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Aufstockung bei CA Immo International wird erwogen - Mieterlöse stiegen um 42 Prozent - Finanzergebnis bei -72 Millionen Euro - Besserung nicht in Sicht

Wien - Die börsenotierte CA Immobilien Anlagen AG hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen leichten Periodenverlust von 0,6 Mio. Euro eingefahren. In der vergleichbaren Vorjahresperiode wurde noch ein Konzerngewinn von 70,1 Mio. Euro erzielt. Belastet wurde das Ergebnis durch Marktwertanpassungen insbesondere in Ost- und Südosteuropa und von Bewertungsverlusten aus Finanzinstrumenten. Die Mieterlöse konnten dagegen um 42 Prozent auf 129,5 (90,9) Mio. Euro gesteigert werden. Eine weitere Aufstockung des Anteils an der Tochter CA Immo International von derzeit 61 Prozent wird erwogen, teilte das Unternehmen am Freitag ad hoc mit.

"Aufgrund der schwierigen Situation auf den Finanzmärkten ist eine Verbesserung der Ergebnissituation im vierten Quartal 2008 nicht realistisch", so das Unternehmen im Ausblick. Das zum Halbjahr formulierte Ziel, das Ergebnis der ersten sechs Monate in der zweiten Jahreshälfte zu übertreffen, sei aus heutiger Sicht nicht erreichbar - insbesondere weil das Ausbleiben ursprünglich geplanter Veräußerungserlöse sowie weitere negative Beiträge aus Neubewertungen absehbar seien. Über einen Dividendenvorschlag will der Vorstand erst im Frühjahr entscheiden.

Positive operative Entwicklung


Die positive operative Entwicklung der CA Immo habe trotz deutlich schwierig werdender Rahmenbedingungen angehalten. Ein Gutteil der auf 129,5 (90,9) Mio. Euro entfallenen Mieterlöse entfielen auf das Vivico-Portfolio, das seit Jahresbeginn zu den Erlösen beitrage. Zudem habe sich das EBITDA um 27 Prozent auf 92 Mio. Euro erhöht. Positiven Beiträgen aus erfolgreichen Verkäufen stand ein negatives Neubewertungsergebnis (-6,3 Mio. Euro nach 47,7 Mio. Euro) gegenüber, das insbesondere aus Marktwertanpassungen in Ost- und Südosteuropa resultiert.

Das Finanzergebnis wurde im dritten Quartal neben den laufenden Zinsaufwendungen durch mehrere großteils nicht zahlungswirksame Faktoren - Bewertungsänderungen der Zinssicherungen, Anstieg des US Dollar, Bewertungsverluste aus Wertpapieren - belastet und belief sich für die ersten neun Monate 2008 auf -72,0 (-31,6) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag bei 10,0 (86,6) Mio. Euro, das Konzernergebnis nach Minderheiten bei -2,2 (44) Mio. Euro. Das Nettovermögen (NAV) je Aktie betrug zum 30.9.2008 22,38 Euro (31.12.2007: 22,04 Euro). Der operative Cash-flow wuchs um 11 Prozent und erreichte 72,5 Mio. Euro.

Die Eigenkapitalquote der CA Immo belief sich zum Berichtsstichtag auf 47 Prozent. Die Netto-Finanzverschuldung der Gruppe betrug 1,7 Mrd. Euro gegenüber einem Immobilienvermögen von rund 4,1 Mrd. Euro. Weiters wurden die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten aus der Akquisitionsfinanzierung für den Ankauf der Vivico wie geplant in eine langfristige Finanzierungsstruktur übergeführt. Dazu wurde ein Finanzierungspaket im Umfang von 330 Mio. Euro abgeschlossen, die fristgerechte Tilgung der restlichen Verbindlichkeiten stehe unmittelbar bevor, heißt es. (APA)

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