Zagreb - Bis vor kurzem haben die Regierenden die globale Finanzkrise hauptsächlich ignoriert. Vor zwei Wochen machte Regierungschef Ivo Sanader plötzlich eine Wende und kündigte drastische Sparmaßnahmen an, wobei vor allem Investitionen in neue Infrastrukturprojekte bzw. die Fertigstellung der begonnenen eingestellt oder hinausgezögert werden sollen. Die Gehälter der Beschäftigten im öffentlichen Dienst werden außerdem eingefroren. Außerdem soll es kein Weihnachtsgeld für Rentner geben, alle Ausgaben für Weihnachtsgeschenke werden reduziert. Die Öffentlichkeit verstand dies so: Sanader hätte "Weihnachtsgeschenke verboten" und den Kroaten "Weihnachten gestohlen".
Öl ins Feuer hat kürzlich Staatspräsident Stjepan Mesiæ gegossen, indem er sagte, man könnte auch bei Beerdigungen der Kriegsveteranen einsparen, was die Bevölkerung zusätzlich auf die Palme brachte.
Offen ist, inwieweit der Baustopp bei der Infrastruktur den Tourismus trifft, der 18 Prozent des kroatischen BIP ausmacht. Fachleute glauben, dass das Land in sechs bis zwölf Monaten ebenfalls in eine Rezession schlittern könnte, wenn die Einnahmen aus dem Tourismus und ausländische Investitionen ausbleiben sollten. (stm, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 28.11.2008)
Die hoch verschuldeten Länder der Euro-Zone brauchen dringend Geld. Investoren fordern aber eine hohe Rendite für ihr Vertrauen in diese Länder
Dem Land entgehen jährlich Milliardenbeträge durch Steuerhinterziehung
Der schwächere Euro könnte für die europäische Konjunktur ein Wachstumsschub sein
Statistikbehörde: Dienstleistungssektor wird im Finanzjahr 2009/10 um fast 10 Prozent wachsen
Einfuhren von Jänner bis November um 19,3 Prozent eingebrochen, Ausfuhren um 21,1 Prozent - Rückgang im November deutlich geringer als in den Vormonaten
Schweizer Wirtschaft könnte heuer um zwei Prozent wachsen - Arbeitslosigkeit legt zu
Produktion im Dezember mit größtem Minus seit April - Produktionsniveau um zehn Jahre zurückgeworfen
Der Internationale Währungsfonds schätzt die Lage als ernst ein, eine Staatspleite befürchtet man nicht
Budgetloch soll heuer nur auf 9,8 Prozent schrumpfen
Das aus den Fugen geratene Defizit soll binnen dreier Jahre wieder auf Kurs sein, abgestraft wird auch die Statistik-Manipulation
Wirtschaft wuchs im vierten Quartal um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal
Wer in Österreich die Probleme der Eurozone verstehen will, der muss nach Kärnten schauen - Von Thomas Mayer
Stahlkocher produzierten 2009 1,2 Milliarden Tonnen, um acht Prozent weniger als 2008
EU-Kommission warnt vor "negativer Auswirkungen auf andere Euro-Länder" - Brüssel drängt Athen zu noch härterem Sparkurs
IWF-Chef: Entwicklung in Industriestaaten weiter von Konjunkturprogrammen abhängig
Die Stimmung der Industrie hat sich etwas aufgehellt, die erhofften Frühlingsgefühle lassen auf sich warten
Chefvolkswirt Jim O'Neill: "In den kommenden Quartalen werden wir weitere positive Überraschungen erleben"
Neue Spekulationen über eine mögliche Rettungsaktion für Griechenland weisen Deutschland und Frankreich umgehend zurück
Industrie-Index auf höchstem Wert seit 22 Monaten - Dienstleistungs-Index sinkt unerwartet - Industrie kurbelt Nachfrage mit Rabatten an
Merkel misstraut angeblich griechischen Sparversprechen
Hohe Rückgänge bei Metallerzeugung und -bearbeitung, Steigerung bei Spielwaren
Trendwende am Arbeitsmarkt lässt weiter auf sich warten
Spaniens Arbeitsmarkt ist von der Immobilien- und Finanzkrise besonders hart betroffen. Die Regierung pumpt Milliarden in die Baubranche
IWF-Chef: Erholung ist noch zögerlich, Konjunkturstützen noch nicht beenden
Medienberichten zufolge will das Land 25 Milliarden Euro in die leeren Staatskassen leiten - Griechenland dementiert das Werben um China als Investor
Land bleibt kaum Spielraum für konjunkturfördernde Maßnahmen
Kauf von Staatsanleihen im Wert von fünf bis 25 Milliarden Euro im Gespräch
Mit der Abstufung auf A- liegen die Staatsschulden damit nur noch vier Stufen über dem Ramsch-Status
Der ifo-Index, der als Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft gilt,
legt im Jänner zum zehnten Mal in Folge zu
Haushaltsdefizit dürfte 2009 bei 12,7 Prozent liegen
Verfügbare Einkommen in allen Bundesländern ähnlich - Wien erbringt mehr als ein Viertel der österreichischen Wirtschaftsleistung
Einbruch etwas stärker als von Experten erwartet - Nachbarland erst seit Herbst wieder endgültig aus der Rezession
Industrieländer sind Nachzügler und wachsen bis 2014 jährlich lediglich um 2,1 Prozent - Weltweit zieht die Produktion um 4,1 Prozent an
Das Staatsdefizit stieg mit 77,2 Milliarden Euro auf 3,2 Prozent des BIP
Wifo prognostiziert heimischer Wirtschaft jährlich Expansion von durchschnittlich 1,8 Prozent, vor der Krise waren es 2,5 Prozent
EZB-Chef Trichet: Weltwirtschaft ist weiterhin auf dem Weg der Besserung, Schwellenländer marschieren voran
Allerdings 1,3 Prozent Minus gegenüber Vormonat nach leichtem Plus im Oktober - Bei Investitionsgütern erneut stärkster Rückgang zum Vorjahr, im Monatsabstand aber Anstieg
Finanzierungslücke stieg bis November auf über 143 Milliarden Euro
Vizekanzler Pröll von "Sanktionskeule" nicht angetan - EU-Währungskommissar Rehn hatte mit Strafmaßnahmen gedroht
Ein Staatsbankrott würde dem Euro schaden, eine Rettungsaktion jedoch noch mehr - Von Eric Frey
Für das vierte Quartal 2009 und das erste Quartal 2010 rechnet die Nationalbank mit einem BIP-Wachstum von 0,7 bzw. 0,5 Prozent
Die OeNB prognostiziert für November und Dezember einen Anstieg im Dreimonatsabstand
Laut einer Umfrage unter 3.000 Einkaufsmanagern verliert der Arbeitsplatzabbau an Schärfe, die Einkaufspreise ziehen wieder an
Zwar soll sich die Erholung in den kommenden Monaten verlangsamen, für 2010 wird aber ein BIP-Wachstum von 1,3 Prozent prognostiziert
Trotz Überschuldung sei nicht Griechenland sondern Deutschland der große Sünder der Eurozone, sagt der führende Uno-Volkswirt Heiner Flassbeck
Das Vertrauen der EU-Kommission auf das griechische Statistikamt scheint begrenzt, für die EU-Behörde tun sich viele Fragen auf
Österreich brechen die Märkte weg, weshalb Antonella Mei-Pochtler zu einer Umorientierung der Betriebe auf China, Indien und Brasilien rät
Ausfuhren im Oktober im Jahresvergleich um 17,8 Prozent gesunken - Von Jänner bis Oktober minus 23 Prozent bei Exporten und minus 20 Prozent bei Importen
Schäuble stellt geplante Steuerentlastungen unter Vorbehalt - Neuverschuldung 2009 noch geringer als erwartet
Experten rechnen für heuer mit einem Wachstum von zwei Prozent, die Zahl der Arbeitslosen bleibt allerdings alarmierend
Minus von 1,2 Prozent im Monatsvergleich - Rückgang um 4,0 Prozent im Vergleich zu November 2008
US-Auftragseingang überraschend kräftig gestiegen - Schwebende Hausverkäufe eingebrochen
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will 2010 noch nicht mit Spardiskussionen "verunsichern", Ökosteuern seien jedoch durchaus anzudenken
Österreichs BIP legte im dritten Quaral um 0,9 Prozent zu - EU-16 wuchs um 0,4 Prozent, die Rezession ist beendet
Die Krise im Fokus: Analysen, Kommentare, News und Interviews
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