EU-Telekom-Minister einig über Obergrenzen für SMS aus dem Ausland

27. November 2008, 17:58
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Textnachrichten sollen maximal 11 Cent kosten - Großhandelspreise für Datenroaming werden gedeckelt

Die für Telekommunikation zuständigen Minister der 27 EU-Staaten haben sich bei ihrem Treffen am Donnerstag in Brüssel auf eine Deckelung der Tarife für SMS aus dem EU-Ausland auf 11 Cent geeinigt. Das sei "ein wichtiger Schritt, der allen europäischen Verbrauchern zugutekommen wird", sagte der zuständige Staatssekretär und Verhandlungsführer des französischen EU-Vorsitzes Luc Chatel nach den Beratungen.

Zustimmung des Parlaments fehlt noch

Damit die Verordnung mit 1. Juli in Kraft treten kann, muss noch das EU-Parlament zustimmen, was bis spätestens Mai erwartet wird. Im Vorjahr hatte die Kommission bereits die Gebühren für Handygespräche aus anderen EU-Ländern gedeckelt. Bisher liegen die Roamingkosten für Textnachrichten vom Handy aus dem Ausland bei 29 Cent, allerdings mit großen Unterschieden zwischen den Ländern. 2007 wurden in der EU rund 2,5 Mrd. SMS über nationale Grenzen hinweg verschickt.

Datenroaming

Billiger werden soll ab 2009 auch das Herunterladen von Daten aus dem Internet mit dem Handy. Beim Datenroaming werden die Großhandelspreise mit einem Euro pro Megabyte gedeckelt. Außerdem müssen die Kunden über die Kosten automatisch informiert werden. Zudem müssen die Mobilfunkbetreiber künftig - abgesehen von einer halben Minute für den Verbindungsaufbau - Handygespräche sekundengenau abrechnen. EU-Medienkommissarin Viviane Reding begrüßte die rasche Einigung der Minister und betonte, sie hoffe auf eine rasche Einigung im Parlament, damit Geschäftsleute, Touristen und Studenten in der EU bereits nächsten Sommer vor exzessiven SMS und Datenroaming-Kosten geschützt seien.(APA)

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