Aktion Kritischer Schüler will mehr Mitbestimmung für Jugendliche

27. November 2008, 17:24
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Schülervertreter wollen Einflussmöglichkeiten auf Unterrichtsgestaltung und Regeln am eigenen Standort

Wien - Die SP-nahe Aktion kritischer SchülerInnen (AKS) will mehr Möglichkeiten für Jugendliche, ihren Schulalltag aktiv mitzubestimmen. In ihrem am Donnerstag in Wien präsentierten Schuldemokratiekonzept "Demokratie, ja bitte" forderte die AKS das Recht, den Unterricht stärker mitzugestalten, etwa durch Mitsprache bei der Wahl der Unterrichtsmittel und Schwerpunktsetzungen im Lehrplan. Außerdem sollen neue Gremien wie einer Schülervollversammlung geschaffen werden, die Mitsprache bei Standort-Entscheidungen wie Hausschuhpflicht oder Fünf-Tage-Woche hat, sowie ein Kontrollausschuss, der Vergehen von Lehrern aufarbeiten soll.

"Eigene Angelegenheiten"

Jugendliche müssten das Recht haben, sich in der Schule "in ihre eigenen Angelegenheiten" einzumischen, sagte der AKS-Bundesvorsitzende Klaus Baumgartner. "Viel zu oft werden unsere Rechte mit Füßen getreten", beklagte er. Mitbestimmungsmöglichkeiten durch Schüler gebe es kaum. Dabei sei es gerade in Zeiten, in denen das demokratische Verständnis von Schülern kritisiert werde, umso wichtiger, Partizipationsmöglichkeiten zu schaffen. "Demokratie muss aktiv erlebt - und nicht nur in einem Unterrichtsfach erklärt werden", so Baumgartner.

Das Konzept wurde laut AKS im Laufe der vergangenen Jahre gemeinsam mit Schülervertretern aus ganz Österreich entwickelt. Neben konkreten Projektvorschlägen für den Schulalltag enthält es auch Forderungen an das Ministerium. "So zum Beispiel die direkte Wahl der Landes- und Bundesschülervertretung", so der Bildungspolitischer Sprecher Andreas Berger. (APA)

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