"Gesamttiroler Bankenlösung" am Weg

27. November 2008, 14:25
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Mit einer Repräsentanz in Innsbruck setzt die Südtiroler Sparkasse einen Schritt Richtung "Gesamttiroler Bankenlösung"

Innsbruck - Mit der Eröffnung des Innsbrucker Standortes, der 2009 zu einer Filiale erweitert werden soll, sei "ein erster Schritt", aus dem sich durchaus "eine neue Zusammenarbeit" entwickeln könne, erklärte der Präsident der Südtiroler Sparkasse AG, Norbert Plattner, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in der Tiroler Landeshauptstadt. Zudem soll dadurch die Position der Bank "in einem der wichtigsten grenzüberschreitenden Wirtschaftsgebiete Europas" gefestigt werden.

Im Jahr 2001 war eine geplante Holding der landeseigenen Tiroler Hypo mit der Südtiroler Sparkasse geplatzt, nachdem die Verantwortlichen der Südtiroler Sparkasse die Gespräche nach 250 Tagen ohne Entscheidung der Tiroler Landesregierung beendet hatten. Die Debatte um die mögliche Banken-Holding hatte damals zu einer Spaltung der Nordtiroler Volkspartei geführt. Während der damals amtierende Landeshauptmann Wendelin Weingartner, der AAB und der Wirtschaftsbund für eine derartige Lösung eingetreten waren, hatten sich der damalige VP-Chef und LHStv. Ferdinand Eberle sowie der Bauernbund vehement dagegen ausgesprochen.

Wachstum unterstützen

Mit der Repräsentanz in Innsbruck soll "das Wachstum der Handels- und Geschäftsaktivitäten zwischen westösterreichischem und norditalienischem Raum unterstützt werden". "Als zweisprachige Bank und Kenner beider Kulturkreise haben wir die besten Voraussetzungen, eine Brückenfunktion wahrzunehmen", sagte Plattner. Primäre Zielgruppe seien dabei "Klein- und Mittelunternehmen". Aber auch dem Segment der Privatkunden wolle die Südtiroler Sparkasse mittelfristig "interessante Aktivitäten" anbieten.

Hinter der vor 150 Jahren gegründeten Südtiroler Sparkasse stehen eine Stiftung, die rund 69 Prozent am Gesellschaftskapital hält, und mehr als 17.000 Kleinaktionäre, erläuterte Plattner. Sie verfügt derzeit über 112 Geschäftsstellen und beschäftigt mehr als 1.300 Mitarbeiter. Die insgesamt verwalteten Kundengelder - Eingaben und Auslagen - belaufen sich nach eigenen Angaben auf rund 16 Milliarden Euro, das Reinvermögen auf 670 Mio. Euro.

Die Südtiroler Sparkasse steigerte ihren Gewinn im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr auf 41,1 Mio. Euro. Das entsprach einer Zunahme in Höhe von zwei Prozent, hatte das Unternehmen bei der Bilanzpressekonferenz im März dieses Jahres mitgeteilt. Das EGT war um 5,8 Prozent auf 62,9 Mio. Euro geklettert, die Eigenkapitalrendite war mit 7,23 Prozent in etwa auf dem Vorjahresstand geblieben. (APA)

 

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