Erste Österreicher heimgekehrt

29. November 2008, 09:55
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AUA: 309 Personen in Wien gelandet - Stimmung war entspannt

Wien - Die ersten in Bangkok festgesessenen Österreicher sind am Samstag sicher in Wien-Schwechat angekommen. Nach Angaben der Austrian Airlines (AUA) befanden sich 309 Passagiere an Bord der AUA-Maschine, die gegen 06.00 Uhr in Wien gelandet ist. Die Stimmung unter den Reisenden war gelöst. Man habe von dem Chaos in Bangkok nichts mitbekommen und die Stimmung unter den in Thailand wartenden Österreichern sei relativ gelassen gewesen, berichtete der Tourist Thomas Brandstätter.

Die AUA-Maschine kam allerdings nicht direkt von Bangkok, sondern vom 150 Kilometer entfernten Militärflughafen Utaphao. Einige der Reisenden warteten seit 26. November auf ihre Rückflugmöglichkeit. In höchsten Tönen lobten die ankommenden Passagiere das Service der Austrian Airlines. "Die Betreuung durch die AUA war wirklich sehr gut", stellte der Reisende Johann Spürl fest. Auch die Hygienebedingungen seien, obwohl tausende von Leuten auf engstem Raum zusammengepfercht waren, durchaus in Ordnung gewesen. Man habe zwar bemerkt, dass einige der wartenden Österreicher Panik empfunden hätten, dass sie noch länger in dem südostasiatischen Land festsitzen müssten, aber diese habe sich in Grenzen gehalten, so der Tourist Markus Lindbichler. Für einen Großteil der ankommenden Österreicher ist die Tortur aber noch nicht vorbei, denn sie warten derzeit in Wien-Schwechat auf ihre Anschlussflüge.

Sonntag nächster Flug

Wie viele Österreicher sich in der AUA-Maschine befanden, konnte die Fluggesellschaft aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht bekanntgeben. Der nächste Flug wird laut AUA-Flugplan am 30. November von Bangkok nach Wien stattfinden.

Die beiden Flughäfen Bangkoks sind seit Tagen von Demonstranten lahmgelegt. Dies war der Höhepunkt einer Protestwelle, mit der die Oppositionsbewegung den Sturz der Regierung erzwingen will. Die Regierungsgegner werfen dem thailändischen Regierungschef Somchai Wongsawat vor, eine Marionette des 2006 vom Militär gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra zu sein. Somchai ist ein Schwager Thaksins, der im Exil lebt. (APA)

 

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