Schokoladengeschäft, ganz originell

27. November 2008, 10:19
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Süße Hörgeräte, klebrige Zähne und andere Kuriositäten - "Naschen einmal anders" heißt es bei der Confiserie Hussel

Wien - Es gibt zwei gute Gründe, ein Schokoladengeschäft im Winter zu eröffnen: Erstens steht Weihnachten vor der Tür und die Lieben wollen mit Süßem beschenkt werden. Und zweitens: Im Sommer ist Eis beliebter als Schokolade - vielleicht von Schokoeis abgesehen.

Die Confiserie Hussel in der Mariahilfer Straße 81 in Wien machte jedenfalls genau diese Erfahrung mit Sommer-Schoko-Muffeln und eröffnete ihren Laden vor wenigen Tagen deshalb zum zweiten Mal.

Abgesehen vom üblichen Trüffel- und Bonbonnierenangebot bemüht man sich um mehr oder weniger originelle Schoko-Kreationen. Saisonal bedingt werden Weihnachtsmänner im sexy Schokoguss angeboten, sprich, mit geöffneter Jacke und Waschbrettbauch. Wer kein Geld für eine Digitalkamera hat, schenkt eben einfach eine aus Schokolade. Ob sich Oma oder Opa über das "Seniorenset", bestehend aus Brille, Hörgerät und Gebiss aus Schokolade und Marzipan freuen, sollte, wer noch etwas erben will, genau abwägen. Zu befürchten steht schließlich, dass dann auch das Erbe in Form von in Staniolpapier eingewickelten Schoko-Goldmünzen ausbezahlt wird.

Trotz Wirtschaftskrise hat Geschäftsführer Wolfgang Heger keine Sorgen, dass das Geschäft mit der Schokolade rennen wird. In Österreich gibt es 16 Geschäfte der deutschen Hussel-Kette, weltweit 300. (mil/Der Standard/Printausgabe/27/11/2008))

 

  • Wer sich beliebt machen will, sollte den Großeltern vielleicht etwas anderes schenken als den Seniorenteller aus Schokolade.
    foto: regine hendrich

    Wer sich beliebt machen will, sollte den Großeltern vielleicht etwas anderes schenken als den Seniorenteller aus Schokolade.

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