Wiener Privatbank: Krise belastet Ergebnis

27. November 2008, 09:51
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Betriebsergebnis sank in den ersten drei Quartalen auf 0,87 Millionen nach 4,09 Millionen Euro

Wien - Die Ergebnisentwicklung der an der Wiener Börse notierten Wiener Privatbank SE wurde in den ersten drei Quartalen 2008 von den negativen Auswirkungen der Kapitalmarktkrise belastet. So reduzierte sich das Betriebsergebnis auf 0,87 Mio. Euro, nach 4,09 Mio. Euro im Vergleichszeitraum, teilte das Unternehmen am Donnerstag ad-hoc mit

Ursache für den Ergebniseinbruch waren einerseits ausbleibende Kapitalmarktaktivitäten und andererseits stark gestiegene Aufwendungen aus Finanzanlagen und Wertpapieren. Das Handelsergebnis konnte im Vergleich zur Vorjahresperiode vor allem aufgrund von Währungseffekten und Umgliederungen auf -0,98 Mio. nach -2,39 Mio. Euro verbessert werden. Positiv schlug sich das Zinsgeschäft zu Buche. Der Zinsüberschuss belief sich auf 2,56 Mio. Euro nach 1,56 Mio. Euro, was einer Steigerung von über 60 Prozent entspricht. Trotz der soliden finanziellen Basis des Unternehmens geht die Geschäftsführung aufgrund der Finanzmarktkrise von einer belasteten Gesamtjahresbilanz aus.

Rückgang der Bilanzsumme

Insgesamt ergab sich ein Rückgang des Periodenüberschusses auf 0,65 Mio. Euro in den ersten drei Quartalen (3,03 Mio. Euro). Das Periodenergebnis ohne Fremdanteile war mit -0,15 Mio. Euro (1-9/2007: 2,93 Mio. Euro) negativ. Eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse ist aufgrund des Verkaufs der Immobilien-Management- und Immobilien-Dienstleistungsgesellschaften nur bedingt gegeben.

Die Bilanzsumme verminderte sich von 180,12 Mio. Euro zum 31. Dezember 2007 auf 147,97 Mio. Euro zum Berichtsstichtag. Dieser Rückgang erklärt sich vor allem durch verringerte Einlagen institutioneller Kunden, die Mitte 2007 kurzfristig bei der Wiener Privatbank veranlagt waren. Mit einem nach wie vor außerordentlich guten Eigenkapital in Höhe von 51,54 Mio. Euro (exklusive Minderheiten), einer Eigenkapitalquote von 35 Prozent und einer exzellenten Kernkapitalquote von rund 66 Prozent ist die Wiener Privatbank auch in einem schwierigen Umfeld gut gerüstet. (APA)

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