Downloads überholen CD-Verkäufe

27. November 2008, 09:36
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Ray-Charles-Label Atlantic setzt Meilenstein für digitale Musikentwicklung - Mehr Umsatz über iTunes und Co. als im klassischen Handel

Das US-Plattenlabel Atlantic, das zum Musikkonzern Warner Music gehört und Musiker wie Ray Charles, Led Zeppelin oder John Coltrane in seinem Katalog hat, hat erstmals mehr Umsatz mit Musikdownloads über iTunes und andere Vertriebskanäle sowie mit dem Verkauf von Klingeltönen gemacht.

Meilenstein

Bei der Muttergesellschaft Warner hat der Verkauf digitaler Musik derzeit einen Anteil von rund 27 Prozent; das Unternehmen gibt nicht bekannt, welche Anteile seine einzelnen Marken am Gesamtumsatz haben. Atlantic ist damit das erste Label, das diesen Meilenstein in der Veränderung der Art, wie Musik gespeichert und verteilt wird, erreicht hat - oder zumindest das erste, das dies bekanntgibt.

Wachsender Marktanteil

Zwar machen Downloads einen wachsenden Anteil aus, jedoch schrumpft der Gesamtmarkt. Nach Angaben des Branchenverbands RIAA (Recording Industry Association of America) erreichten US-Musikverkäufe ihren Höhepunkt 1999, als sie einen Gesamtumsatz von 14,6 Mrd. Dollar (11,3 Mrd. Euro) erzielten - im Vorjahr waren es nur noch 10,1 Mrd. Dollar. (spu/DER STANDARD, Printausgabe vom 27.11.2008)

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    Atlantic hat als erstes Label vermeldet, dass mehr Umsatz über iTunes und Co. generiert wurde, als über klassische Vertriebskanäle.

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