Selbstmord nach Internet-Mobbing: Frau schuldig gesprochen

27. November 2008, 09:07
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13-jähriges Mädchen beging nach E-Mail Selbstmord

Im ersten Prozess um tödliches Internet-Mobbing in der US-Geschichte ist eine Frau schuldig gesprochen worden. Die 49-jährige wurde von einem Gericht in Los Angeles am Mittwoch wegen illegaler Nutzung der Website MySpace schuldig gesprochen. Auf einen Schuldspruch wegen Verschwörung konnten sich die Geschworenen dagegen nicht einigen.

Falscher Brieffreund

Laut Anklage hatte sich die Frau gemeinsam mit ihrer Tochter und einem Freund der Familie einen Spaß daraus gemacht, einer komplexbeladenen 13-jährigen Bekannten einen 16-jährigen Internet-Freund vorzugaukeln (der WebStandard berichtete). Dieser virtuelle Brieffreund schrieb dem Mädchen nach einem Flirt, dass die Welt ohne sie schöner wäre. Die 13-Jährige nahm sich daraufhin das Leben.

Bis zu 20 Jahre gedroht

Bei einem Schuldspruch wegen Verschwörung zu einer Straftat hätten der Angeklagten bis zu 20 Jahre Haft gedroht. Wegen Verstoßes gegen die Nutzungsvorschriften von MySpace könnte sie zu einer Geldstrafe von bis zu 300.000 Dollar (232.000 Euro) verurteilt werden. Ein Datum für die Urteilsverkündung stand zunächst nicht fest. (APA/AFP)

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