Telekom-Austria-Vorstand und Betriebsrat verhandeln über Jobabbau

27. November 2008, 00:02
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Gesprächsklima belastet - Bei Nicht-Einigung droht Streik

Der Vorstand der Telekom Austria (TA) und dessen Personalvertreter suchen heute Vormittag nach einem gemeinsamen Weg zur Stärkung des kriselnden Festnetzsektors. Wie berichtet will die börsenotierte Telekom in diesem Bereich 2.500 MitarbeiterInnen abbauen, da sie überzählig seien.

Dienst an den AktionärInnen

Die Belegschaftsvertreter hingegen sehen darin nur einen Dienst an den AktionärInnen auf Kosten von Bevölkerung und MitarbeiterInnen. Sollte es zu keiner Einigung kommen, drohen Protestmaßnahmen bis hin zum Streik. Die Telekom wiederum verweist auf die Kosten für den Personalabbau, für den 630 Mio. Euro rückgestellt würden und deshalb im laufenden Geschäftsjahr ein Nettoverlust entstehe. Außerdem würden die Belegschaftsvertreter mit falschen Zahlen operieren und das Gesprächsklima durch Angriffe auf das Management vor dem heutigen Treffen beschädigen.

Ametsreiter statt Fischer

Widerstand der Belegschaft kommt auch gegen die kolportierten Nachfolger des im Sommer ausgeschiedenen Festnetz-Chefs Rudolf Fischer. Bisher führt Telekom-Boss Boris Nemsic interimistisch diesen Bereich, bis Ende März 2009 muss ein endgültiger Nachfolger gefunden sein. Als Favorit gilt Mobilkom-Marketingchef Hannes Ametsreiter. Dass ausgerechnet ein ausgewiesener Mobilfunker das Festnetz kommandieren soll, sehen die Arbeitnehmervertreter als böses Omen.(APA)

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