Washington, London, UNO und EU verurteilen Terroranschläge

27. November 2008, 11:08
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"Stehen bereit, die indischen Behörden zu unterstützen" - Brown:"Auf diese gräulichen Angriffe wird energisch geantwortet"

Washington/London/Paris - Die US-Regierung hat die Terroranschläge mit mindestens 80 Toten in der indischen Finanzmetropole Mumbai (Bombay) scharf verurteilt. Ein Sprecher des Außenministeriums in Washington sprach von einer "schrecklichen Angriffsserie" und sagte den Behörden Hilfe der USA zu. "Wir verfolgen die Situation sehr genau und stehen bereit, die indischen Behörden zu unterstützen..." , sagte der Sprecher Robert Wood.

Die USA verfolgten die Entwicklung sehr genau, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, am Donnerstag in Washington. "Die Vereinigten Staaten verurteilen die Terroranschläge und werden weiterhin in dieser Zeit der Tragödie zum indischem Volk stehen." Wie US-Medien berichteten, ist Washington bereit, der indischen Regierung mit Geheimdienstinformationen und mit Spezialagenten zu helfen, sofern die Regierung in Neu-Delhi dies wünsche.

Großbritannien sagt Unterstützung zu

Großbritannien hat der indischen Regierung seine volle Unterstützung zugesagt. "Auf diese gräulichen Angriffe in Mumbai wird energisch geantwortet", erklärte Premierminister Gordon Brown am Mittwochabend in London. Er habe Indiens Regierungschef Manmohan Singh jede Hilfe zugesichert.

Es seien "dringende" Maßnahmen ergriffen worden, um den Briten in der Region Schutz zu gewähren. Zuvor hatte bereits Außenminister David Miliband die Anschläge scharf verurteilt.

UN-Generalsekretär Ban verurteilt Anschläge

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte die Anschläge. Nichts könne wahllose Angriffe auf Zivilisten rechtfertigen. Die Schuldigen müssten rasch zur Rechenschaft gezogen werden. Der gewählte US-Präsident Barack Obama verurteilte die Terrorserie auf das Schärfste. Er sei "in Gedanken und in seinen Gebeten bei den Opfern", sagte ein Sprecher Obamas. Die koordinierten Anschläge auf unschuldige Zivilisten zeigten, wie ernst die Bedrohung durch den Terrorismus sei. Die USA müssten ihre Partnerschaft mit Indien und anderen Nationen in der Welt stärken, um die terroristischen Netzwerke zu zerstören.

Indien war in den vergangenen Monaten wiederholt von Anschlägen erschüttert worden. Im Oktober kamen bei einer Anschlagsserie im nordöstlichen Bundesstaat Assam mehr als 70 Menschen ums Leben, Mitte September wurden bei Anschlägen in der Hauptstadt Neu Delhi 24 Menschen getötet. Im Juli 2006 waren bei einer schweren Anschlagsserie in Bombay mehr als 170 Menschen getötet und fast 800 verletzt worden.

EU-Ratspräsidentschaft spricht Beileid aus

Die französische EU-Ratspräsidentschaft hat am Mittwochabend in Paris die Terroranschläge verurteilt. Zugleich sprach sie den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Man wisse um "die Verbundenheit des indischen Volkes mit der Demokratie, gegen die sich diese Terrorhandlungen wenden", hieß es. Deshalb stehe die Ratspräsidentschaft der EU "in dieser dramatischen Prüfung an der Seite der indischen Nation".

Obama: "In Gedanken und Gebeten bei den Opfern"

Der gewählte US-Präsident Barack Obama hat die Terrorserie scharf verurteilt. Er sei "in Gedanken und in seinen Gebeten bei den Opfern", sagte ein Sprecher Obamas. Die koordinierten Anschläge auf unschuldige Zivilisten zeigten, wie ernst die Bedrohung durch den Terrorismus sei. Die USA müssten ihre Partnerschaft mit Indien und anderen Nationen in der Welt stärken, um die terroristischen Netzwerke zu zerstören. (APA/dpa)

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