Geschützter Seeadler abgeschossen

26. November 2008, 21:25
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Einen Seeadler zu töten gilt unter Jägern inzwischen als "inakzeptabel"

 Wien - Einen Seeadler zu töten gelte unter Jägern inzwischen als "inakzeptabel", darin sind sich Peter Lebersorger, Sprecher der Landesjagdverbände und Christian Pichler vom Seeadler-Projekt des WWF einig. Den Unbekannten, der unlängst bei Hauskirchen im Weinviertel einem Exemplar des Greifvogels und Wappentiers in den Kopf geschossen hat, bezeichnen beide daher als "illegalen Schützen".

Spaziergänger hatten den toten Seeadler - den dritten im heurigen Jahr - am 12. November am Rand eines Wanderwegs gefunden. Die Füße des Vogels waren abgetrennt, was laut Pichler darauf hindeutet, "dass das Tier in eine Schlagfalle geraten war, dort erschossen wurde und dann am Rand des Wanderweges abgelegt worden ist".

Da die artengeschützten Seeadler durch Fußringe registriert werden, seien "genaue Angaben über das Tier unmöglich", bedauert der WWF-Experte. Über die Motive des Schützen kann er nur Vermutungen anstellen: Einzelne Jäger - "schwarze Schafe", wie er betont - betrachteten Seeadler immer noch als Konkurrenten bei der Jagd auf Kleinwild wie etwa Hasen oder junge Rehe. (bri)

 

 

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