Ratings beurteilen die Bonität

26. November 2008, 17:36
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Internationale Ratingagenturen wie Standard & Poor‘s, Moody‘s oder Fitch bewerten die Zahlungsfähigkeit von Geldinstituten, indem sie Ausfallwahrscheinlichkeiten berechnen und diese Einschätzung dann durch Ratingcodes ausdrücken.

Die Ratingcodes der Agenturen unterscheiden sich dabei etwas: So kann höchste Bonität z.B. durch ein AAA (triple A) oder A1 ausgedrückt werden. Schlechte Schuldner werden hingegen mit C- oder D-Codes eingestuft. Für die Banken hat eine Herabstufung des Ratings unangenehme Folgen, denn in der Regel bedeutet dies höhere Kosten bei der Aufnahme von Fremdkapital.

Die Einschätzung, in welche Richtung die weitere Entwicklung gehen könnte, wird durch den Ausblick ausgedrückt, der positiv oder negativ sein kann.

Ratings werden nicht nur für Banken vergeben, sondern z.B. auch für Anleihen begebende Staaten und Unternehmen. Österreich hat ein AAA-Rating. Unternehmen mit schlechten Ratings müssen für ihre Anleihen höhere Renditen bieten als Unternehmen mit besserem Rating. Ohne Rating ist es für Unternehmen schwer, überhaupt Kapital zu bekommen.

Institutionelle Anleger wie z.B. Pensionskassen dürfen nur in Papiere mit guten Ratings veranlagen. (kol, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.11.2008)

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