Hoffnung für Frauen im Kongo

27. November 2008, 13:50
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"Each day that goes by, countless more Congolese women and girls are raped and brutalized, and countless others remain vulnerable. We have no time to waste. Raise your voice now."

Von Jänner bis September wurden in der Provinz Nord-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo 3500 Fälle von sexueller Gewalt registriert. Durch die Kampfhandlungen der vergangenen Wochen sind Frauen und Mädchen noch mehr gefährdet, Opfer von Vergewaltigungen zu werden. Schätzungen gehen davon aus, dass allein in der Region um Goma in den vergangenen zwei Wochen etwa 150 Frauen vergewaltigt worden sind. Selbst in den Flüchtlingslagern sind sie vor Übergriffen nicht geschützt.

Innerhalb der "16 Tage gegen Gewalt" will das "Enough Project" mit seiner Kampgane "Raise Hope for Kongo" möglichst viele Unterschriften für ein baldiges Ende der systematischen Gewalt gegen Frauen im Kongo sammeln. Die Petition richtet sich an den US-Präsidenten Barack Obama, der bis zum Internationalen Frauentag 2009 zumindest einen Maßnahmenplan vorlegen sollte, wie vorzugehen ist, um den seit 12 Jahren tobenden Bürgerkrieg zu beenden - und die nicht existenten Frauenrechte zu erstarken.

Viele Gewaltopfer mit HIV infiziert

Auch die Hilforganisation CARE sieht in dem Krieg im Kongo einen "Krieg gegen Frauen". Für viele der Gewaltopfer hieße das auch, mit HIV infiziert worden zu sein, erklärte die Geschäftsführerin von CARE Österreich, Ulrike Schelander. Um die Ausbreitung von AIDS einzudämmen, verteilt CARE deshalb in Gesundheitszentren Postexpositionsprophylaxe (PEP): Dabei werden Medikamente innerhalb von ein bis drei Tagen verabreicht, die die Ansteckungsgefahr deutlich reduzieren. Die Frauen werden von CARE auch medizinisch und psychologisch betreut.

Die Holfsorganisation fordert auch von den UN-Truppen ein, die Bevölkerung im Kongo besser vor sexueller Gewalt zu schützen. (red)

Links

Raise Hope for Congo Petition

CARE Spendenkonto PSK 1.236.000, BLZ 60.000

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