Italien: Verbot für ausgestellte Pornohefte

26. November 2008, 11:48
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Trafiken in Kleinstadt künftig ohne einschlägige Magazine und Erotikkalender in der Auslage, da Lega Nord-Politiker Kinder schützen will

Rom - In der norditalienischen Kleinstadt Cittadella dürfen Trafiken und Zeitungskioske künftig weder pornografische Zeitschriften noch Kalender mit halbnackten Frauen ausstellen. Wer sich nicht an das Verbot hält, muss 500 Euro Strafe zahlen. "Man muss Kinder vor der Verbreitung vulgären Materials schützen", sagte der Bürgermeister des Ortes in der Provinz Padua, Massimo Bitonci.

Der Bürgermeister, der auch Parlamentarier der Regierungspartei Lega Nord ist, hat bereits vor Monaten für Schlagzeilen gesorgt. Gegen Bitonci laufen Ermittlungen wegen widerrechtlicher Machtergreifung, nachdem er kürzlich eine Vorschrift erlassen hat, wonach sich keine AusländerInnen in seiner Gemeinde niederlassen dürfen, die kein Monatseinkommen von mindestens 420 Euro vorweisen können. AusländerInnen müssen laut Bitonci außerdem eine Wohnung haben und ohne Vorstrafe sein. (APA)

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