US-Babymilch: Spuren von Melamin entdeckt

26. November 2008, 10:58
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Chemikalie scheint beim Herstellungsprozess versehentlich in die Milch gelangt zu sein - Kontrollbehörde rät Eltern, Babymilch trotzdem zu verwenden

San Jose - Spuren der Chemikalie Melamin sind jetzt auch in den USA in Babymilch entdeckt worden. Die Lebensmittelkontrollbehörde FDA hält die betroffenen Produkte aber weiter für sicher. Sie warnte, es wäre eine "gefährliche Überreaktion", wenn Eltern den Milchersatz bei Babys, die darauf angewiesen seien, absetzten.

Die entdeckten Melamin-Spuren seien "extrem niedrig", erklärte Stephen Sundlof, der Direktor des Zentrums für Lebensmittelsicherheit. Eltern sollten nichts ändern. Wenn sie ein bestimmtes Produkt benutzt hätten, sollten sie es weiter verwenden. "Das ist im besten Interesse des Babys."

Melamin wurde zuerst in Babymilch in China entdeckt. Dort aber in so hoher Konzentration, dass mindestens drei Babys daran gestorben und mindestens 50.000 erkrankt sein sollen. Drei US-Hersteller sind betroffen. Sie decken rund 90 Prozent des Marktes für Babymilch ab. Während in China das Melamin absichtlich hinzugefügt wurde, um die Milch gehaltvoller erscheinen zu lassen, scheint die Chemikalie in den USA versehentlich beim Herstellungsprozess in die Milch gelangt zu sein. Melamin findet sich in Verpackungen und auch einigen Geräten, die bei der Lebensmittelherstellung zum Einsatz kommen. (APA)

 

 

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