Wiener Börse am Freitag: ATX schließt schwach

28. November 2008, 18:17
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Gewinnmitnahmen zu Wochenschluss - Telekom Austria, Finanzwerte schwach - Strabag nach Zahlen im Minus - Wienerberger gegen den Trend gesucht

Wien - Die Wiener Börse hat am Freitag bei moderatem Volumen tiefer geschlossen. Der ATX fiel um 21,21 Punkte oder 1,16 Prozent auf 1.801,10 Punkte. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 22 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.823 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York +0,17 Prozent, DAX/Frankfurt +0,08 Prozent, FTSE/London +0,12 Prozent und CAC-40/Paris +0,37 Prozent.

Der Wochenausklang gestaltete sich Marktteilnehmern zufolge ruhig. Aktienhändler erklärten die Verluste mit Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Zwischenerholung. "Es sieht so aus, als ob alle vor dem Wochenende ihre Gewinne mitnehmen", sagte ein Händler. Insgesamt seien die Umsätze aber nach dem US-Feiertag vom Donnerstag gering gewesen.

Betroffen von den Gewinnmitnahmen waren Händlern zufolge praktisch alle ATX-Schwergewichte. So verloren Telekom Austria 2,88 Prozent auf 10,44 Euro. OMV gaben 0,96 Prozent auf 19,70 Euro nach. voestalpine fielen um 0,90 Prozent auf 16,50 Euro. Erste Group verloren 1,11 Prozent auf 17,80 Euro. Raiffeisen International büßten 1,37 Prozent auf 21,65 Euro ein.

Sehr schwach zeigten sich unter den Finanzwerten Vienna Insurance Group und fielen um 8,32 Prozent auf 21,60 Euro. Größere Verluste gab es auch bei einigen Immobilienwerten. So fielen Immofinanz um 18,18 Prozent auf 0,36 Euro. Immoeast büßten 13,51 Prozent auf 0,32 Euro ein.

Strabag verloren nach der Veröffentlichung von Ergebnissen 1,39 Prozent auf 13,50 Euro. "Die Zahlen waren nicht schlecht, das hat sich aber nicht auf den Kurs ausgewirkt", sagte ein Händler. Die Analysten von Sal. Oppenheim haben in Reaktion auf die Zahlen ihre Empfehlung "neutral" für die Strabag-Aktie bestätigt. Für die Analysten der Erste Group lagen die Zahlen im Rahmen der Erwartungen, das Kursziel von 21 Euro soll vorerst beibehalten werden.

Gegen den Trend stark gesucht waren Wienerberger und stiegen um 6,22 Prozent auf 11,10 Euro. Nach Verlusten im Verlauf drehte die Aktie zu Handelsschluss überraschend nach oben. Größter Gewinner im prime market waren bei einem Mini-Umsatz von lediglich 45 gehandelten Stück Hirsch Servo mit einem Plus von 21,41 Prozent auf 67,99 Euro.

Tagesverlierer waren bei ebenfalls marginalen Umsätzen Brain Force mit einem Minus von 29,93 Prozent auf 1,03 Euro. HTI büßten 20,83 Prozent auf 0,95 Euro. Das Unternehmen hat für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres trotz gestiegener Umsätze einen Nettoverlust von 13,3 Mio. Euro vermeldet.

(APA)

 

Die zehn größten Kursgewinner von Freitag:

1. SCHLUMBERGER AG VZ +19,42 Prozent
2. SW UMWELTTECHNIK AG +11,76 Prozent
3. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD +10,73 Prozent
4. WIENERBERGER AG +6,22 Prozent
5. WOLFORD AG +4,40 Prozent
6. CHRIST WATER TECHNOLOGY AG +3,35 Prozent
7. AVW INVEST AG +1,92 Prozent
8. OESTERR. POST AG +1,30 Prozent
9. JOWOOD PRODUCTIONS SOFTWARE AG +1,28 Prozent
10. MAYR-MELNHOF KARTON AG +0,95 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer von Freitag:

1. HTI HIGH TECH INDUSTRIES AG -20,83 Prozent
2. IMMOFINANZ AG -18,18 Prozent
3. AT&S AUSTRIA TECH.&SYSTEMTECH. -13,65 Prozent
4. IMMOEAST AG -13,51 Prozent
5. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG -10,00 Prozent
6. VIENNA INSURANCE GROUP -8,32 Prozent
7. SCHOELLER-BLECKMANN AG -7,75 Prozent
8. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG -4,58 Prozent
9. SKYEUROPE HOLDING AG -4,55 Prozent
10. UNIQA VERSICHERUNGEN AG -3,74 Prozent

 

 

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