Konzern meldet deutlichen Gewinneinbruch

26. November 2008, 08:40
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Nach neu Monaten sank der Gewinn vor Steuern um 56 Prozent auf 51,29 Millionen Euro. Das EBIT liegt mit 108,27 Millionen Euro 21 Prozent unter dem Vorjahresniveau

Wien - Der börsenotierte Altbau-Immobilienentwickler conwert Immobilien Invest SE hat in den ersten neun Monaten 2008 einen deutlichen Ergebniseinbruch hinnehmen müssen. Der Gewinn vor Steuern (EBT) halbierte sich von 116,61 auf 51,29 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) sei "aufgrund niedrigerer Aufwertungsgewinne" um 21 Prozent auf 108,27 Mio. Euro zurückgegangen, wie das Unternehmen am Mittwoch ad hoc mitteilte.

Operativ habe man sich in einem durch die Liquiditäts- und Finanzkrise herausfordernden Umfeld operativ positiv entwickelt, heißt es in der Mitteilung. Das Betriebsergebnis vor Zu- und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 21 Prozent auf 68,67 Mio. Euro. Das Nettovermögen (NAV) je Aktie stieg im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent auf 16,89 Euro. Per 30. September belief sich das Immobilienvermögen auf 2,60 Mrd. Euro.

Die Vermietungserlöse konnten in den ersten drei Quartalen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 43 Prozent auf 110,06 Mio. Euro gesteigert werden. Die Veräußerungserlöse gingen um 38 Prozent auf 105,46 Mio. Euro zurück, die Umsatzerlöse um 2 Prozent auf 243,33 Mio. Euro.

Aufgrund der unter den Erwartungen liegenden Handelsumsätze in den ersten drei Quartalen 2008 werden die Verkaufserlöse im Gesamtjahr voraussichtlich unter der noch zum Halbjahr angepeilten Bandbreite von 10 bis 15 Prozent des gesamten Immobilienbestandes zu liegen kommen. Für das vierte Quartal 2008 würden sich jedoch Immobilienverkäufe abzeichnen, die über dem Niveau der Vorquartale liegen dürften, heißt es in der Mitteilung weiter. Insgesamt soll sich das Immobilien-Portfolio bei selektiven An- und Verkäufen zu Jahresende auf rund 2,5 Mrd. Euro belaufen.

Finanzkrise lähmte drittes Quartal

Niedrigere Aufwertungsgewinne und geringere Verkaufserträge in den ersten drei Quartalen - Anpassungen des Zeitwertes sanken von 81 auf 47 Mio. Euro - EPS auf 0,46 Euro mehr als halbiert
Wien (APA) - Dem Immobilienentwickler conwert Immobilien Invest SE macht die um sich greifende Finanzmarktkrise zu schaffen. Im dritten Quartal legte das schlechte Marktumfeld die Geschäfte lahm: "Die Bankenszene ist nicht nur schwer angeschlagen, sondern derzeit nicht funktionstüchtig", sagte conwert-Vorstandschef Johann Kowar heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz. Niedrigere Aufwertungsgewinne drückten den operativen Gewinn (EBIT) in den ersten drei Quartalen 2008 von 137,7 auf 108,27 Mio. Euro. Der Ertrag vor Steuern (EBT) hat sich von 116,61 auf 51,29 Mio. Euro mehr als halbiert.

Trotz der guten Entwicklung des Vermietungsgeschäfts und der neuen Dienstleistungsaktivitäten in den ersten drei Quartalen wird conwert beim operativen Ergebnis im Gesamtjahr 2008 wegen geringerer Verkaufserlöse und Aufwertungsgewinne sowie höherer Finanzierungskosten das Niveau des Rekordjahres 2007 eigenen Angaben zufolge nicht erreichen. "Wir sehen ein deutlich niedrigeres Ergebnis als im Vorjahr", stellte Kowar in Aussicht.

"Größere Transaktionen sind im dritten Quartal zum Erliegen gekommen", so Kowar. Sie sollten aber zum Teil bis Jahresende über die Bühne sein. Im bisherigen Jahresverlauf sanken die Verkaufserlöse um 38 Prozent auf 105,46 Mio. Euro. Es seien zwar größere Immobilienpakete verkauft worden. Die Käufer tun sich aber schwer, Liquidität zu bekommen. Im vierten Quartal rechnet Kowar allerdings mit größeren Abschlüssen, die "deutlich überproportional zu den ersten drei Quartalen" sein sollen. (APA)

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