Indische Marine versenkt bei Kampf gegen Piraten falsches Schiff

26. November 2008, 07:34
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Ein Mensch kam bei Untergang des thailändischen Trawlers ums Leben, 14 werden noch vermisst

Kuala Lumpur, 26. Nov (Reuters) - Im Kampf gegen die Piraten vor der Küste Somalias hat die indische Marine vergangene Woche das falsche Schiff versenkt. Die indische Fregatte "Tabar" habe ein Schiff der Piraten mit einem gekaperten Boot verwechselt, teilte das Internationale Meeresbüro (IMB) in Kuala Lumpur am Mittwoch mit. Das mit Fischereiartikeln beladene Schiff aus Thailand sei in dem Moment beschossen worden, als bewaffnete Piraten das Schiff enterten.

Dem IMB zufolge wäre das Schiff zuvor von Piraten gekapert worden. Die Besatzung des Fischkutters war allerdings noch an Bord.

Die indische Marine hatte das Boot nach eigenen Angaben für ein Piratenschiff gehalten und sich von diesem bedroht gefühlt. Daher habe die Fregatte das Feuer eröffnet, sagte ein Marinesprecher.

 


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Der Zwischenfall ereignete sich im Golf von Aden zwischen Jemen und Somalia

Der EU-Einsatz "Atalanta" gegen die Piraten soll am 8. Dezember beginnen. Das Bundeskabinett will die Beteiligung der Bundeswehr mit einer Fregatte entweder am 3. oder am 10. Dezember beschließen. Um weitere Überfälle am Horn von Afrika effektiv zu unterbinden, wäre nach Einschätzung der Bundeswehr eine Flotte von 500 Kriegsschiffen nötig, berichtete die "Berliner Zeitung" in ihrer Mittwochsausgabe unter Berufung auf das Einsatzführungskommando der Bundeswehr. Die US-Marine, die mit Abstand größte Flotte der Welt, verfügt über etwa 280 Kriegsschiffe. (Reuters)

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